Wild-Wings-Verteidiger Maximilian Adam (rechts) fällt am Sonntag gegen Augsburg verletzt aus. Foto: Eibner

Das Ingolstädter Team muss in Quarantäne. Die Wild Wings spielen am Sonntag daheim anstattdessen gegen Augsburg. Chefcoach Christof Kreutzer hat dieses Mal keinen Co-Trainer und die Mannheimer Adler bewarben sich noch am Donnerstagabend für ein Spiel am Freitag. Was für verrückte Zeiten in der DEL, in Schwenningen und sonstwo.

Flexibel zu sein in dieser komplizierten Zeit ist viel wert. Und vor allem nicht langes Herumjammern, sondern immer nach guten Lösungen suchen. Besonders auch in der DEL, wo der Spielplan coronabedingt schon längst außer Rand und Band geraten ist.

Die Adler bewerben sich für Freitag

Am Sonntag (16.30 Uhr) sollten die Wild Wings eigentlich gegen Ingolstadt spielen. Doch aufgrund von sieben Corona-Fällen bei den Bayern kommt dieses Duell nicht zustande. Die Schwenninger Verantwortlichen und Augsburg telefonierten am Donnerstagabend dann miteinander. Das Ergebnis: Nun wird die für den 18. Februar vorgezogene Partie der beiden Klubs einfach auf diesen Sonntag vorgezogen. Als sich auch am Donnerstag zu später Stunde noch die Mannheimer meldeten und vorschlugen, den Freitagabend für das vierte Saisonderby zu nutzen, wurde es dann aber auch Wild-Wings-Spordirektor und Trainer Christof Kreutzer zu viel des Guten: "Immer gerne, weil die Reisedistanz nach Mannheim ja nicht groß ist. Aber diese Idee war uns dann schon zu kurzfristig."

Wayne Hynes fast noch interimsweise Co-Trainer

Christof Kreutzer hat am Wochenende sowieso noch ein anderes Problem: Aufgrund einer Corona-Erkrankung muss sein Co-Trainer Steffen Ziesche daheim bleiben. "Es gibt für mich noch mehr zu tun", schmunzelt Kreutzer. Doch er hatte eine Idee, fragte beim Wild-Wings-Jugendcheftrainer Wayne Hynes an, ob dieser nicht als Co-Trainer einspringen könne. Der frühere Nationalspieler hätte es am Sonntag auch liebend gerne gemacht, nur hat er mit der Schwenninger U20 ein Spiel. Verrückte Zeiten in der DEL, in Schwenningen und auch an den anderen 14 Standorten.

Colby Robak hofft noch auf Olympia

Verteidiger Colby Robak sieht es genauso: "Aber es ist einfach unser Job, professionell und möglichst erfolgreich mit diesen Bedingungen umzugehen. Es ist eben gerade so wie es ist." Übrigens: Colby Robak macht sich noch kleine Hoffnungen, mit dem Team Kanada das olympische Eishockey-Turnier bestreiten zu dürfen. Für den erweiterten Kader wurde er nominiert. "Eine Olympia-Teilnahme wäre das Größte für mich", wartet der Schwenninger Assistenz-Kapitän nun in Ruhe die kommenden Tage ab.

Das Debüt von Jordan George

Schwenningen also nun gegen den Tabellenzwölften Augsburg. Gegen jenes Team in der Liga, das mit nur 31 Partien die bisher wenigsten Partien aller 15 Klubs ausgetragen hat. Für die Schwenninger ist es – in Sachen Play-off-Qualifikation – zweifelsfrei ein "Sechspunkte-Heimspiel". Nach einer erfolgreichen Booster-Impfung und einem dann noch intensiven Training in dieser Arbeitswoche wollen es die Wild Wings auf eigenem Eis erfolgreich angehen. Angreifer Jordan George soll sein Debüt geben. Verteidiger Maxi Adam (Unterkörperverletzung) fällt aus. Christof Kreutzer ist zuversichtlich: "Unser Weg hat ja zuletzt absolut gestimmt."

  
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