Eine Verordnung zum Schutz streunender Katzen und Kater hat der Gemeinderat Rangendingen beschlossen. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Der Gemeinderat hat das Regelwerk am Montagabend einstimmig beschlossen. Rangendingen ist die Pilotgemeinde im Zollernalbkreis.

Die Katzenverordnung hat der Gemeinderat einstimmig verabschiedet. In Rangendingen wird diese als Pilotprojekt im Zollernalbkreis umgesetzt. Das ist notwendig, denn wie Flavia Robanus vom Veterinäramt des Landkreises berichtet, vermehren sich die Tiere exponentiell: Eine kleine Population kann schnell anwachsen

 

Auch in Rangendingen gibt es streunende Katzen

Solch kleinere Populationen gibt es auch in Rangendingen. Die Gemeinde berichtet von zehn bis 20 Tieren im Gewerbegebiet Hitzenried, von weiteren zehn Tieren, um die sich Privathaushalte kümmern und von fünf bis zehn Tieren, die jährlich als Fundkatzen aufgegriffen werden. Damit sich die Population überschaubar bleibt, sollen laut Paragraf 3, Absatz 1, der Katzenverordnung freilaufende Halterkatzen von einem Tierarzt kastriert und registriert sein. Werden Katzen/Kater aufgegriffen, die weder kastriert noch registriert sind, werden die Tiere auf Kosten der Gemeinde kastriert, falls der Halter nicht herauszufinden ist. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 100 Euro für männliche und 150 Euro für weibliche Tiere. Ist der Halter hingegen bekannt, erhält er die Rechnung. Nach der Kastration werden die Tiere wieder in die Freiheit entlassen.

Verordnung tritt Ende Mai 2025 in Kraft

Die Gemeinde wird hierbei mit Tierschutzvereine aus der Umgebung zusammenarbeiten. Die Mitglieder können auch private Grundstücke oder Firmengelände betreten, wenn damit eine streunende Katze ergriffen werden kann. „Grundstückseigentümer oder Pächter sind verpflichtet, die zu dulden und die Gemeinde oder eine oder einen von ihr Beauftragten bei einem Zugriff auf die Katze zu unterstützen“, heißt es in Paragraf 4, Absatz 1.

Die Verordnung tritt Ende Mai 2025 in Kraft. Die Zeit bis dahin könnten Halter nutzen, um ihre Tiere zu kastrieren, falls dies nicht schon so sein sollte.