Die Kunst-Profilfach-Schüler der Gemeinschaftsschule Nagold arbeiten sich weiter durch die künstlerischen Epochen. Bei der Vernissage am 22. April ist die „Pop-Art“ an der Reihe.
Bekannte Motive in knallbunten Farben: Bei ihrer Vernissage am 22. April im Nagolder Arbeitsamt werden die Neuntklässler des Kunst-Profilfachs der Gemeinschaftsschule ihre „Pop-Art“ Gemälde präsentieren. Bei den Ausstellungen der Zellerschule ist es in der Vergangenheit schon zu besonderen Momenten für die Schüler gekommen.
Bereits das fünfte Jahr in Folge veranstaltet die Schule eine Ausstellung, zuletzt in der Nagolder Stadtbibliothek. Damals war der „Jugendstil“ Thema.
Alltagskultur im „Pop Art“
Bei den Ausstellungen möchte Kunstlehrerin Birgit Steinert nämlich eine Reise durch die Kunst-Epochen unternehmen und Jahr für Jahr eine Epoche weiter schreiten. Dieses Jahr ist die „Pop-Art“ an der Reihe.
Die Mitte der 50er Jahre entstandene Kunstrichtung nutzt Motive der alltäglichen Kultur, Werbung und Comics und stellt diese simpel und in bunten Farben dar, womit sie eine Art Gegenpol zur abstrakten Kunst ist.
So wählten die Schüler für ihre Gemälde beispielsweise Cartoon-Charaktere wie „Spongebob“ oder „Tweety“ von den „Looney Tunes“, aber auch berühmte Persönlichkeiten wie den Profiboxer Mike Tyson oder den Physiker Albert Einstein als Motiv.
So lief das Malen ab
Zunächst bekamen die Neuntklässler den Auftrag, über die Kunst-Epoche zu recherchieren und sich zu informieren. Dann durften sie sich ein Motiv auswählen, beispielsweise eine für sie prägende Figur aus einem Film oder einer TV-Serie.
Nachdem sich die Schüler für ein Motiv entschieden hatten, druckten sie es aus und zeichneten die Umrisse erst auf Papier, und später auf die Leinwand ab. Mit Acrylfarben malten sie die Umrisse dann aus.
Neben den Gemälden auf Leinwand zeichneten die jungen Künstler zusätzlich Portraits auf Papier. Für die Ausstellung stehen nun also 18 Werke auf Leinwand und 16 Portraits auf Papier bereit.
„Die Schüler haben das Gefühl wertgeschätzt zu werden“
Für Steinert sind die Ausstellungen mehr als nur künstlerische Bildung. „Die Schüler haben hier das Gefühl, für ihre Werke wertgeschätzt zu werden“, erklärt sie. Manche Schüler seien überrascht, dass ihre Werke ausgestellt und von teilweise fremden Menschen angeschaut werden, erzählt sie.
Einmal sei es auch schon vorgekommen, dass Gemälde von Schülern sogar gekauft wurden, erinnert sie sich. Diese hingen teilweise noch immer in den Räumen des Nagolder Bürgerzentrums, merkte Schulleiter Ulrich Schubert an.
Am Mittwoch, 22. April, findet ab 14 Uhr die Vernissage der Ausstellung mit dem Namen „Pop is the Art!“ statt. Im Gruppenraum des Berufsinformationszentrum (Raum U115) der Nagolder Agentur für Arbeit können die Gemälde bis zum 14. Juli bestaunt werden.