Mit etwa 100 Leuten im Einsatz: Von Sonntag auf Montag haben am Plettenberg DRK, Hundestaffel, Feuerwehr und Bergwacht nach einem Wanderer gesucht. Am Montagmorgen dann die Erlösung – und die Frage, wer den Einsatz bezahlt.
Ein riesiges Aufgebot an Einsatzleuten ist an der Suche nach dem Wanderer im Einsatz. Der Mann gilt seit Sonntagnachmittag als vermisst. Der Großeinsatz startet an der Plettenberghütte, wo der Mann auch verschwand. Die Einsatzkräfte suchen auch in der Nacht, lediglich der Hubschrauber bleibt im Dunkeln am Boden.
Zahlreiche Einsatzatzfahrzeuge an der Suche beteiligt
Als am Montagvormittag die zahlreichen Einsatzatzfahrzeuge den Plettenberg wieder verlassen, ist klar – die Suche ist beendet. Heiko Lebherz, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Zollernalb, spricht mit Rotkreuzlern, Polizei und weiteren Beteiligten gegen 10 Uhr im Dotternhausener Feuerwehrhaus über die Suche. Lebherz kann zu dem Zeitpunkt nur so viel sagen: „Die Polizei hat den vermissten Mann wohlbehalten gefunden.“
„Keine Öffentlichkeitsfahndung sondern Privatangelegenheit“
Christian Wörner, Sprecher im Polizeipräsidium in Reutlingen, erklärt später auf Anfrage, weshalb er keine weiteren Details zum Auffinden des Mannes geben könne: „Der Mann hat sich von sich aus gemeldet.“ Er habe anderswo genächtigt, und montags telefonisch von sich hören lassen. „Das ist somit keine Öffentlichkeitsfahndung, sondern einen Privatangelegenheit“, so Wörner.
Wer zahlt einen solchen Einsatz?
Unweigerlich stellt sich die Frage, wer einen solch aufwendigen Einsatz bezahlt. „Wir stellen keine Rechnungen“, erklärt Christian Wörner. Die Polizei gehe ja zunächst immer vom schlimmsten Fall aus.
Ähnlich antwortet auch Dietmar Dieter, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Zollernalb: „Ein Absturz des Wanderers konnte ja nicht ausgeschlossen werden. Daher stellen auch wir keine Rechnung für solche Einsätze.“