Die Polizei ermittelt weiterhin im Fall der verstorbenen Ayleen. (Symbolbild) Foto: Nemanja Petronje/ Shutterstock

Gottenheims Bürgermeister Christian Riesterer (57, parteilos) zeigte sich am Sonntag im Gespräch mit unserer Redaktion schockiert über die Nachricht, dass die 14-jährige Ayleen A. einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Gottenheim/Breisgau-Hochschwarzwald - "Ich bin seit 2014 Bürgermeister unserer Gemeinde", so Riesterer. "Hier leben knapp 3000 Menschen. Es kennt fast jeder jeden, und man sieht wie die Kinder aufwachsen." Ayleen sei "immer sehr präsent" in der Gemeinde gewesen: "Sie war ein etwas schüchternes, aber sehr nettes Mädchen", so Riesterer.

Mit der Nachricht von ihrem Tod sei es nun sehr, sehr still geworden im Ort. Alle Bürger seien geschockt. "Es ist jetzt sehr wichtig, dass die Umstände von Ayleens Tod so schnell wie möglich geklärt und kommuniziert werden." Vor allem vor dem Hintergrund der vielen Vermutungen und Gerüchte zu dem Fall sei es bedeutsam, dass die Polizei alle Fakten nenne. "Es gab ja alle möglichen Vermutungen im Ort, die reichten davon, dass Ayleen weggelaufen sein könnte, bis hin zur Entführung durch die Mafia." Mehr als die wenigen Details in den Mitteilungen durch die Polizei wisse aber auch er offiziell derzeit nicht. 

Ayleen A. war am frühen Abend des 21. Juli in Gottenheim verschwunden, seither war ihr Handy bis auf eine kurze Ausnahme nicht mehr erreichbar. Angeblich wollte sie einem Klassenkameraden einen Pulli vorbeibringen. Später wollen Zeugen sie in Freiburg im Bereich des Hauptbahnhofs und an einer Landstraße zwischen Freiburg-Waltershofen und Gottenheim gesehen haben.