Die Polizei suchte zuletzt im Neuhäuslewald nach Dirk Brünker. Foto: Marc Eich

Seit bald vier Wochen ist der Villinger Dirk Brünker wie vom Erdboden verschluckt. Die Polizei erklärt, warum sie keine neuen Suchmaßnahmen plant.

Villingen-Schwenningen - Mit Hubschraubern, Mantrailern, Flächensuchhunden, Leichenspürhunden, Tauchern, zahlreichen Polizisten verschiedener Präsidien und Helfer vieler Rettungsorganisationen suchte man seit dem 24. Dezember nach Dirk Brünker. Doch vergebens – der 61-Jährige bleibt weiter verschwunden.

 

Zuletzt hatte die Polizei im Neuhäuslewald einen neuen Anlauf genommen, nachdem ein mutmaßlicher Bekannter gegenüber den Beamten geäußert hatte, dass sich der Vermisste dort aufhalten könnte. Doch drei Suchmaßnahmen im Bereich eines dortigen Tatorts blieben erfolglos.

DLRG-Taucher unterstützten die Polizei erneut

Einen weiteren, eigenen Anlauf unternahmen die Taucher der DLRG. Wie Polizeisprecher Dieter Popp erklärt, hätten diese sich bei der Polizei gemeldet – die Wasserretter hätten ohnehin Tauchübungen geplant und diese am Samstag schließlich in den dortigen Bereich der Brigach verlegt, an dem noch nicht gesucht wurde. „Die Tauchübungen ergaben aber nichts“, so der Polizeisprecher.

Und jetzt? Popp: „Es gibt noch zwei, drei Hinweise, die wir abarbeiten.“ Allerdings schätzt die Polizei deren Qualität derzeit nicht allzu hoch ein. Die Erfolgschancen, dass sich dadurch neue Anhaltspunkte ergeben, scheinen gering.

Polizei weiß nicht, wo sie noch suchen soll

Die Polizei habe deshalb keine neuen Ermittlungsansätze und daher auch keine neue Suchmaßnahme geplant. „Wir wüssten gar nicht, wo wir suchen sollen“, erklärt der Polizeisprecher.

Vermisstenfälle, die eine gewisse Reichweite erhalten, würden auch immer wieder Hinweisgeber anziehen, die weniger zielführende Aussagen an die Beamten herantragen. Das durfte auch unsere Redaktion erfahren.

Seher und Heiler meldet sich

So hatte sich zwischenzeitlich ein – nach eigenen Angaben – „Seher und Heiler“ gemeldet, der zwei Koordinaten durchgab, an denen Dirk Brünker zu finden sei. Nach einer „klaren Eingebung“ sei er sich sicher, dass sich Hunde und Zeugen täuschen, der 61-Jährige würde sich nördlich von Villingen befinden.

Die beiden Standorte, in der Nähe des Gewerbegebiets Vockenhausen und am Funkturm in Nordstetten, sind anschließend von Angehörigen überprüft worden. Doch auch hier ohne Erkenntnisse.

Hinweise an die Polizei

Kripo Villingen: Die Polizei nimmt weiterhin Hinweise entgegen, die beim Auffinden von Dirk Brünker helfen können. Das zuständige Kriminalkommissariat ist unter 07721/6010 erreichbar.