In Endingen soll ein neuer Radweg entstehen. Foto: Eyckeler

Das Projekt für die Endinger Bürger könnte bald real werden. Anträge müssen gestellt werden.

Die Stadt sieht einen neuen Radweg in Endingen vor. Für diesen Neubau kann die Verwaltung laut Mitteilung des Landes-Verkehrsministeriums nun Fördergeld beantragen. Möglicherweise kann noch in diesem Jahr gebaut werden. Das Land stelle für den Ausbau der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur insgesamt rund 500 Millionen Euro bereit, heißt es aus Stuttgart. „Im aktuellen Programm sind sowohl neue Projekte für 2026 als auch bereits laufende Maßnahmen enthalten.“​

 

Eines dieser neu aufgenommenen und nun förderfähigen Projekte könnte im Balinger Stadtteil Endingen entstehen und eine enorme Erleichterung für die Bürger dort bedeuten. „Der geplante asphaltierte Radweg soll die Straße ,In der Gass’ und die Alte Balinger Straße verbinden und den Weg von der Grundschule zum Sportgelände vereinfachen“, sagt Stadtsprecher Dennis Schmidt auf Anfrage.

B 27 könnte gemieden werden

Das würde bedeuten, dass die Radfahrer künftig nicht mehr die viel befahrene Bundesstraße 27 nutzen müssen, sondern entspannter über das offene Feld fahren können. „Das entsprechende Baugelände befindet sich teils schon im Besitz der Stadt. Mit den Eigentümern der restlichen Flächen haben wir bereits positive Gespräche geführt“, so Schmidt.

Die Eyachstadt werde nun einen Antrag auf Förderung einreichen, heißt es. Über die Bewilligung entscheidet das Regierungspräsidium in Tübingen. Sollte dies bereits im Sommer der Fall sein, könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen.

Details zu den Baukosten und der möglichen Förderhöhe sind noch nicht bekannt. Diese werden voraussichtlich zeitnah im Gemeinderat zur Sprache kommen.

Verkehrsminister Winfried Hermann zum Förderprogramm: „In den kommenden fünf Jahren wird Baden-Württemberg noch fahrrad- und fußgängerfreundlicher in den Städten genauso wie im ländlichen Raum. Mit Unterstützung von Bund und Land entstehen über 600 Kilometer neue Radwege. Das bedeutet ganz konkret: mehr Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg, eine erlebbare RadKULTUR, mehr Lebensqualität in unseren Orten und einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und gesunde Mobilität.“