Die Schömberger Grundschule Foto: Archiv/Beate Marschal

Die Gebühren für die Betreuung in der „verlässlichen Grundschule“ in Schömberg und Schörzingen steigen ab März deutlich.

In der jüngsten Sitzung des Schömberger Gemeinderats ging es unter anderem um deren „Anpassung“. Dieses Wort ist ein beliebter Euphemismus für „Erhöhung“, und richtig: die Entgelte für die Betreuung sollen zum 1. März von 15 auf 20 Euro monatlich steigen. Das ist ein deutlicher Sprung.

 

Das Angebot besteht laut Hauptamtsleiter Joachim Heppler seit Anfang 2003 und wird immer stärker in Anspruch genommen: Im Dezember waren in Schömberg 39 Kinder angemeldet, in Schörzingen 25.

Das Land Baden-Württemberg hat 2024 7300 Euro zugeschossen. 8435 Euro hat die Stadt Schömberg von den Eltern eingenommen.

Seit 2003 nicht mehr erhöht

Die Gebühren für die „verlässliche Grundschule“ sind seit 2003 nicht mehr angepasst worden. Daher, so Heppler, sei das aus Sicht der Verwaltung gut zu vertreten.

Die zusätzliche Belastung für Familien ist erträglich, der zusätzliche Ertrag für die Stadt überschaubar: Für 2025 rechnet die Verwaltung mit rund 3800 Euro mehr.

Stadtkasse kann jeden Euro gebrauchen

Da Schömberg in seiner angespannten Haushaltssituation aber jeden Euro gebrauchen kann, herrschte im Gemeinderat Einigkeit, dass man auch auf diesen kleinen Zusatzerlös nicht verzichten sollte. Umso mehr, da ab dem Schuljahr 2026/2027 ein Anspruch auf Ganztagesbetreuung an Grundschulen gilt und die Entgelte dann wohl ohnehin erneut steigen müssen.

Das Gremium votiere einstimmig für die „Anpassung“. Alleinerziehende Eltern sollen weiterhin fünf Euro weniger bezahlen müssen.