Mentor und treibende Kraft in einer Person: Heinrich Seebacher macht sich Sorgen um die Zukunft des Verkehrsvereins.Foto: Schuster Foto: Schwarzwälder Bote

Tourismus: Lage derzeit sehr kritisch / Finanzielle Situation angespannt / Aufwertung der Brigach-Quelle

Die Zukunft eines der ältesten Vereine der Bergstadt ist derzeit unklar. Laut Heinrich Seebacher, langjähriger Vorsitzender und Mentor des Verkehrsvereins, ist die Lage derzeit sehr kritisch. Als Gründe für die Probleme nannte Seebacher vor allem die angespannte finanzielle Situation.

St. Georgen. Wichtige Einnahmen für den Verein seien weggebrochen, Gebühren und Versicherungen seien aber weiter zu zahlen. Manches habe sich schon vor der Corona-Pandemie abgezeichnet. Bis zur Gründung der Ferienland Schwarzwald GmbH im Jahr 2000, die von St. Georgener Seite her vom damaligen Bürgermeister Wolfgang Schergel und dem Verkehrsverein angestrebt und vorangebracht worden sei, sei der Verein allein zuständiger Herausgeber des Veranstaltungs-Kalenders gewesen. Man habe ab dort dann die Werbung im gemeinsamen Ferienland-Kalender übernommen und dafür Provisionen erhalten, die der Vereinskasse zugeflossen seien. Mit dem Beitritt der Ferienland-Gemeinden Schonach, Schönwald, Furtwangen und St. Georgen 2021 zur Hochschwarzwald-Tourismus GmbH seien jedoch diese für den Verein enorm wichtigen Erlöse total entfallen.

Hinzu kämen nun noch die finanziellen Ausfälle, die vor allem der Corona-Pandemie geschuldet seien. Seebacher nannte die Hallenbewirtungen, besonders fehlten hier die Einnahmen aus der beliebten Phono-Börse in der Stadthalle. "Wir leben derzeit von unseren Rücklagen und den Mitgliedsbeiträgen", so der Vorsitzende, der seit nunmehr 29 Jahren die Geschicke des Vereins leitet und in der Tourist-Information im Rathaus nach wie vor sein Büro hat. Aber auch der zunehmende Altersschnitt innerhalb der Mitgliederschaft mache dem Verein zu schaffen, erklärt er.

Wie geht es nun weiter? Zunächst werde der Verkehrsverein abwarten, bis alle Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie aufgehoben und auch wieder öffentliche Veranstaltungen, zum Beispiel die aufgeschobene Mitgliederversammlung, möglich seien. Danach strebe man ein klärendes Gespräch mit der Stadt unter anderem darüber an, welche neuen, beziehungsweise weiteren Aufgaben der Verein künftig übernehmen könne.

Immer wieder halten Busse, und Besucher wollen sich informieren

Heinrich Seebacher nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Möglichkeit, durch geeignete Maßnahmen die Brigach-Quelle weiter aufzuwerten und sie für Gäste noch attraktiver zu gestalten – gerne auch in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein.

Bereits jetzt schon hielten immer wieder sogar Busse dort an, und interessierte Besucher wollten sich über die Donau sowie über die Brigach als Quellfluss informieren. Hier stecke noch Potenzial, das es zu nutzen gelte, ist sich Heinrich Seebacher sicher.

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