Auf dem neuen Fußweg kann man gefährliche Stellen umgehen. Für gehbehinderte Menschen ist er jedoch nicht optimal. Foto: Sebastian Bernklau

Zur Verkehrssituation am Bahnübergang in Richtung Kernen meldet sich unser Leser Helmut Luckert aus Nagold zu Wort.

Dank und Anerkennung an die Eltern für ihre Initiative, die Verkehrssituation am Bahnübergang Eisbergsteige zu entschärfen. Der neue Gehweg an der Bergseite war eine wirklich gute Idee.

 

Und Dank und Anerkennung an die Stadt und an die Firma Strohäker, dass die Idee so unbürokratisch und zügig umgesetzt werden konnte. Schade, dass die Öffentlichkeit erst nachträglich darüber informiert und nicht zur Einweihung eingeladen wurde. Gerne wäre ich dazu gekommen. Zumal ich mich seit Jahren ebenfalls um eine Lösung bemühe – bislang leider vergeblich.

So erfreulich der neue Gehweg ist, für ältere und gehbehinderte Menschen bringt er wenig. Zwar gibt es an der neu entstandenen Treppe Fahrhilfen für Kinderwagen oder Fahrräder. Für Menschen mit Gehwagen sowie für Rollstuhlfahrer bleibt die Treppe jedoch eine fast unüberwindbare Hürde. Warum hat man den neuen Weg nicht einfach mit einer schiefen Ebene beendet, wie es auf der Gegenseite bereits der Fall ist?

Eine hochriskante Angelegenheit

Gehbehinderte Menschen, Menschen mit Gehwagen sowie Rollstuhlfahrer werden den Bahnübergang also weiterhin wie gewohnt überwinden müssen. Eine gefährliche und hoch riskante Angelegenheit.

Die Sichtweite auf die Straße ist wegen der Kurve vor dem Bahnübergang sehr kurz. Wenn ein Auto mit erlaubtem Tempo 50 die Eisbergsteige Richtung Bahnübergang hoch fährt, hat ein Mensch, der im Begriff ist, die Straße Richtung Stadtmitte zu überqueren, kaum die Chance, rechtzeitig und heil die andere Straßenseite zu erreichen. Es braucht dazu einen richtigen Spurt. Oder einen Mitmenschen, der sich mutig dazwischen stellt und Autofahrer zum Abbremsen bringt. Was ich schon mehrfach unternommen habe.

Wunsch nach Tempo 30 besteht weiterhin

Ich erneure meinen mehrfach geäußerten und leider abgelehnten Vorschlag, die Eisbergsteige im Bereich des Bahnübergangs als Tempo-30-Zone einzurichten. Damit wäre die Verkehrssituation zusätzlich entschärft.

Der neue Gehweg ist ein guter erster Schritt. Tempo 30 auf der Eisbergsteige wäre ein ebenso guter zweiter Schritt. Dann hätte man wirklich Nägel mit Köpfen gemacht.

Helmut Luckert, Nagold

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