Auch die Ladestation für E-Autos in der Parkstraße war Thema in der Verkehrsschau. Foto: Ginter

Viele Punkte hatte die letzte Verkehrsschau im Kernort zu begutachten. Hauptamtsleiter Florian Kienzler stellte die Ergebnisse im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr vor.

Königsfeld - Für die E-Ladestationen in Parkstraße, Waldstraße und Zinzendorfweg wurde eine Beschilderung für E-Fahrzeuge beschlossen, da sonst nichtberechtigte Parker nicht verwarnt werden können.

 

Von der Gemeinde wurde beantragt, auf den Schildern des Landkreises auf die Zinzendorfschulen mit ihrer überregionaler Bedeutung hinzuweisen. Das erkannten Vertreter des Landkreises nicht an. Bürgermeister Fritz Link nannte das "schleierhaft". Königsfeld sei nach Salem zweitgrößter Schulstandort Baden-Württembergs. "Wir bleiben am Ball", so Link.

Geschwindigkeitsreduzierung abgelehnt

Link hatte für die L177 im Bereich der Abfahrt zu Aldi und Rossmann eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 Stundenkilometer beantragt, auch weil es durch Kliniken, Kurpark, Schwimmbad und Sportgelände rege Querungszahlen gebe und nicht alle die Unterführung nutzten. Die Verkehrsschau lehnte das ab, da die Strecke übersichtlich sei und es keine Gefahrenpunkte gebe. Genau auf so einer geraden Strecke gebe man Gas, widersprach Link. Axel Maier war der Meinung, dass die Leute direkt zu Aldi laufen werden, statt die Unterführung zu nutzen. "Es muss erst was passieren, dann wird gehandelt" so Link.

Für die Straße Am Doniswald bemängelte die Gemeinde falsche Beschilderung bezüglich des Parkverbots, was laut Verkehrsschau nicht der Fall ist. Auch sei wegen der geringen Straßenbreite Parken auf Fahrbahn und Grünstreifen ohnehin verboten.

Auch Zebrastreifen wird nicht genehmigt

Am Behindertenparkplatz am Kurpark soll zur Rechtssicherheit ein Schild angebracht werden. Im Einmündungsbereich von Carl-Wilhelm-Just-, und Mönchweilerstraße bemängelte die Verkehrsschau die rote Fahrbahnmarkierung, die fälschlicherweise suggeriere, dass Fußgänger Vorfahrt hätten. Gefahr bestehe auch für Kinder auf Fahrrädern, da andernorts die Rotmarkierung auf die Vorfahrtsberechtigung hinweise. Laut Link wurde die Markierung bewusst angeordnet, damit Pkw vorsichtiger fahren. Man werde die Farbe wieder auffrischen. Der von Matthias Weisser angedachte Zebrastreifen wird laut Link wegen zu geringer Nutzerfrequenz nicht genehmigt. Die von Franziska Hornscheidt vorgeschlagene Vorfahrtsänderung ist nicht möglich. Stefan Giesel wies darauf hin, dass anderswo Fahrradwege "dick und rot" markiert seien. Laut Link wird das in anderen Landkreisen anders gesehen.

Für den verkehrsberuhigten Jakob-Maier-Weg fragte die Gemeinde nach Möglichkeiten, Parkflächen auszuweisen. Wegen zu geringer Fahrbahnbreite besteht dort ein gesetzliches Halteverbot, möglich wäre nur eine Ausweisung von Parkflächen auf dem Grünstreifen, sofern die Gemeinde diesen erwirbt.

Parktaschen sind "realitätsfremd"

Für den südlichen Teil der Jahnstraße bat die Gemeinde um Prüfung eines Halteverbots. Vorgeschlagen wurde stattdessen die gezielte Ausweisung von Parkmöglichkeiten. Deren Reservierung für Einwohner ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Die Gemeinde will dazu einen Markierungsplan erstellen und abwarten, wie sich Aldi und Rossmann auswirken. Anwohnerparken kann laut Link sehr schnell umgesetzt werden. Laut Maier ist die Straße ohnehin zu schmal, große Geländewagen und Sprinter kämen schlecht an Fahrzeugen vorbei, Parktaschen seien realitätsfremd. Man werde den Markierungsplan auf die Straßenbreite anpassen, so Link.

Abgelehnt wurde von der Verkehrsschau ein Verkehrsspiegel für die Ausfahrt zwischen Jahn-, und Mönchweiler Straße, da die Sichtbeziehungen unproblematisch seien. Auch ist laut Kienzler das Anbringen eines Spiegels extrem schwierig.

Verkehrsberuhigter Bereich für den Schlesierweg

In der Luisenstraße soll vor dem Markt Natur & Co. ein weiterer Kundenparkplatz entstehen. Laut Link "schon zig Mal beantragt" wurde die Ausschilderung eines Parkverbots bei Mozartweg acht. Da das wegen geringer Fahrbahnbreite sowieso besteht, lehnte die Verkehrsbehörde das ab. In der Realität habe keiner einen Meterstab dabei, kritisierte Link.

Für den Schlesierweg wurde ein verkehrsberuhigter Bereich angeordnet, noch nicht klar ist aber dessen Aufstellort.

Erneuert werden sollen die verblichenen Halteverbotsschilder in der Theodor-Heuss-Straße. Auch soll zur Bismarckstraße hin ein Schild anzeigen, dass die Sackgasse für Fußgänger und Radfahrer durchlässig ist. Abgelehnt wurde der Bürgerwunsch auf einen Fußgängerüberweg und Verkehrsspiegel in der Waldstraße sowie an den Einmündungen von Luisen- und Albert-Schweitzerstraße, da der Bereich überschaubar sei.