Einer der Bereiche mit einer hohen Lärmbelastung entlang der Straßen im Stadtgebiet ist die Nordumfahrung Sulgen (Bild), genauso wie die Schramberger Nordstadt. Foto: Wegner

Die Stadt Schramberg will die Aufstellung eines Lärmaktionsplans in Auftrag geben. Das Ziel: Es sollen Maßnahmen zur Verringerung des Umgebungslärms festgelegt und umgesetzt werden.

Schramberg - Immer wieder klagen die Bewohner Schrambergs über den Lärm, der vor allem im Talkessel manche Bürger sehr belastet. Insbesondere hinsichtlich der Lärmsituation entlang der Landes- und Kreisstraßen im Stadtgebiet habe es in den vergangenen Jahren mehrere Anfragen aus der Bevölkerung hinsichtlich einer Verbesserung der Lärmsituation gegeben.

Bislang liegt für Schramberg kein Lärmaktionsplan vor. Eine Aufnahme in den gesetzlich vorgeschriebenen Lärmaktionsplan sei allerdings aufgrund der Richtwerte von 8200 Fahrzeugen pro Tag entlang der Hauptverkehrsstraße und der fehlenden Lärmkartierung nicht vorgesehen, heißt es in einer Beschlussvorlage zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am morgigen Donnerstag. Dabei gehe es um Straßen, Schienen- und Flugverkehr, in Ballungszentren zusätzlich um Industrielärm.

Die Stadtverwaltung will diesen Themenbereich in den kommenden Jahren aufgreifen und geeignete Minderungsmaßnahmen entlang der Landes- und Kreisstraßen betrachten. Somit werde der Lärmaktionsplan an diesen Straßen separat betrachtet, heißt es.

Grundlage für den vorgesehenen Aktionsplan sind Lärmkartierungen, die in der Regel alle fünf Jahre fortgeschrieben werden und die die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) zur Verfügung stellt.

Fachbüro beauftragt

Die Projekt- und Verfahrenssteuerung des Aktionsplans soll die Abteilung Stadtplanung übernehmen. Für die fachgerechte Bearbeitung wurde das Büro Fichtner Water und Transportation in Freiburg bereits beauftragt. Für das Haushaltsjahr 2021 hat die Stadt 20 000 Euro für diese Maßnahmen eingestellt.

Nach Abschluss der Aktionsplanung soll eine Umsetzung der festgelegten Minderungsmaßnahmen erfolgen. Die Kosten, die hierfür erforderlich seien, könnten derzeit noch nicht beziffert werden, heißt es in der Gemeinderatsvorlage. Dies sei dadurch bedingt, dass derzeit noch keine Maßnahmen beschrieben oder festgelegt seien.

Für die Betrachtung der Lärmsituation und der Umsetzung von Maßnahmen entlang der Landes- und Kreisstraßen seien dann zusätzlich weitere Geldmittel erforderlich.

Als Beschlussvorschlag für den empfehlenden Ausschuss am Donnerstag und dem Gemeinderat wird von der Stadtverwaltung die Aufstellung des Plans und das Betreiben des weiteren Verfahrens mit dem beauftragten Büro vorgeschlagen.

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