Der Verkehrskreisel in der Nußfeldstraße/Landhausstraße Foto: Kugel

Karl-Heinz Kull freut sich. Endlich ist es so weit. Ist doch dem Rotensoler, der in der Nußfeldstraße wohnt, ein Kreisel schon lange ein Dorn im Auge.

Seit Jahren regt er sich heftig über den Verkehrskreisel in der Nußfeldstraße/Landhausstraße im Bad Herrenalber Stadtteil Rotensol auf.

 

Geringer Pflegeaufwand

Und Kull reagierte, als nach der Sitzung des Ortschaftsrats (OR) am 2. August 2022, also vor mehr als zwei Jahren, im vorläufigen Kurzprotokoll unter Verschiedenes vermerkt wurde: »Es liegt eine Anfrage der Stadt vor, ob die Verkehrsinsel Ecke Landhausstr./Nussfeld beseitigt und dort zwei Parkplätze geschaffen werden sollen. Der OR sieht hierfür derzeit keine Veranlassung; die jetzige Lösung dient der Verlangsamung des Verkehrs; ein Rückbau wäre mit hohen Kosten verbunden. Allerdings soll darauf geachtet werden, dass eine Bepflanzung mit möglichst geringem Pflegeaufwand vorzusehen ist.«

Unterschriften gesammelt

Der Rotensoler initiierte eine Unterschriften-Aktion. 97 Anwohner der Landhaus- und Nußfeldstraße hatten sich auf einer Liste eingetragen, die am 13. September 2022 bei der Ortschaftsratssitzung Ortsvorsteher Sven Feuchter übergeben wurde. Es wurde klargemacht: »Wir sorgen uns um unsere Sicherheit!« Man unterstütze die Entfernung des überflüssigen, verkehrsbehindernden sowie kosten- und pflegeaufwendigen Kreisels.

Zur Mithilfe bereit

Initiator Kull meinte seinerzeit, der Kreisel sei innerhalb eines halben Tages entfernt. Der »Antrag« in Sachen Unterschriftenaktion lautete: »Verkehrsinsel entfernen und mit Pflastersteinen ebnen und beide Straßen in eine ›Spielstraße‹ umwandeln. Eine Ortsbesichtigung wäre wünschenswert.« Um die Kosten des Rückbaus zu senken, »sind wir selbstverständlich zur Mithilfe bereit«.

„Total überflüssig“

Kull erklärte, es gebe auch beim Winterdienst Probleme, denn: wohin mit dem Schnee? Der Kreisel sei total überflüssig. Eigentlich gelte für den Kreisverkehr: Fahrzeuge fahren nach rechts ein und dann entgegen dem Uhrzeigersinn, aber: »Von acht Autos fahren sechs untenrum und zwei obenrum.« Eine Anliegerin müsse sogar, um aus der Garage zu kommen, die Straße absperren lassen.

Ideen zur Lösung

Die Stadtverwaltung teilt nun auf Anfrage unserer Redaktion mit: Nachdem das Thema aufgekommen sei, habe sich das Ordnungsamt ans Bauamt gewandt und um Ideen zur Lösung des Problems gebeten. „Diese wurden dann an die Beteiligten kommuniziert und daraufhin wurden 2023 Mittel zum Rückbau des Kreisel für den Haushalt 2024 angemeldet“, heißt es weiter.

Ehrenamtliche Helfer

Am Mittwoch sei nun vor Ort final geklärt worden, welche Maßnahmen der Bauhof und welche eine Fachfirma vornehmen.

Zudem hätten sich einzelne ehrenamtliche Helfer bereiterklärt, die Maßnahmen zu unterstützen. Baubeginn sei der Montag, 21. Oktober. Freilich hilft dann auch Karl-Heinz Kull mit.