Diese Verkehrsregelung könnte künftig in einem Abschnitt der Hauptstraße in Dornstetten gelten. Foto: Stadt Villingen-Schwenningen

Der Gemeinderat Dornstetten hat sich gegen alternierendes Parken in Parallelstraßen zur Hauptstraße sowie eine Lastwagen-Umlenkung ausgesprochen.

Weitere Weichen in Sachen innerstädtische Verkehrsführung hat der Dornstetter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gestellt.

 

So entschied das Gremium en bloc bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung, betreff der Parkraumsituation bis auf Weiteres kein alternierendes Parken in bestimmten Straßen einzuführen. Des Weiteren soll auch keine Lastwagen-Umlenkung eingeführt werden. Man wolle sich, so der Tenor, erneut mit dem Thema befassen, falls künftig entsprechender Handlungsbedarf bestehe.

Vorangegangen in den vergangenen Jahren intensive Betrachtungen der künftigen Innenstadtgestaltung und der Verkehrsführung, auch mithilfe eines aufwendigen Verkehrsgutachtens. Das alles vor dem Hintergrund von Stadthallen-Sanierung, Hauptstraßen-Neugestaltung und Errichtung des Steining-Areals.

Gutachten schlägt alternierendes Parken vor

In der jetzigen Sitzung erläuterte Hauptamtsleiter Oliver Zwecker die nun angedachten Schritte anhand detaillierter Zeichnungen. Die jetzigen Erkenntnisse aus der Praxis seien sogar unter schlechten Bedingungen, da große Bauphase, gewonnen worden, schickte er voraus. So stelle sich für die Verwaltung die Frage, ob man jetzt tatsächlich etwas ändern solle, was früher funktionierte habe und auch unter den neuen Bedingungen mutmaßlich funktionieren werde.

So wären zum Beispiel die Schießgrabenstraße, der Mauerweg, die Raiffeisenstraße, die Gartenstraße und der Turnhalleplatz vom im Gutachten vorgeschlagenen alternierenden Parken betroffen, sprich: Es hätte entweder links oder rechts geparkt werden sollen.

Stadt will keine Parkplätze verlieren

Hier werde beidseitig mit auf den Gehwegen geparkt, so Zwecker – und das bleibe auch erst einmal so. Die Stadt wolle auch keine Parkplätze verlieren. Die Breite der Gehwege gebe das meist her. Schwierig könne es vor Hauseingängen oder bei holprigem Pflaster werden, aber dann sei auch mal ein Wechsel auf den gegenüberliegenden Gehweg möglich. Grundsätzlich seien die Parkplätze in den Parallelstraßen der Hauptstraße trotz anderer geschaffener Parkmöglichkeiten gefragt und auch erforderlich, so Zwecker.

Ausnahme für Radfahrer

Beim Lastwagenverkehr habe es, bedingt durch große Baustellen, zwar teilweise ein hohes Aufkommen in der Innenstadt gegeben, so Zwecker, aber es habe fast alles reibungslos funktioniert, auch ohne Parkverbotsregelungen. Sehr bedacht um die Kurve steuern müssen Lastwagenfahrer beispielsweise unterhalb der Stadthalle am Turnhalleplatz hin zur Gartenstraße oder auch gegenüber im Mauerweg gen Schießgrabenstraße. Dass es das ein oder andere Mal, eng werde, bestritt Zwecker nicht, es funktioniert jedoch.

Er wies außerdem darauf hin, dass die Stadt beim Landratsamt beantragt habe, dass die geplante Einbahnstraße und verkehrsberuhigte 20er-Zone von oben nach unten in der Hauptstraße von Radfahrern auch in beiden Richtungen genutzt werden könne. Man warte noch auf eine Antwort.