Die Gemeinde Rümmingen möchte die Lörracher Straße umgestalten. Foto: Thomas Loisl Mink

Die Lörracher Straße soll umgestaltet werden, um sie attraktiver zu machen und den Verkehr zu beruhigen. Im Gemeinderat Rümmingen wurden verschiedene Varianten vorgestellt.

Die Lörracher Straße ist die zentrale Verbindung aus dem Kandertal zur Autobahn und eine wichtige Verbindung nach Lörrach. Für die Anwohner ist sie jedoch zu stark von Verkehr belastet, und viele Autofahrer, so der Eindruck der Anlieger, fahren schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer. Im Jahr 2024 hat der Gemeinderat deswegen eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Lörracher Straße in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse Wolfgang Wahl vom Planungsbüro Rapp nun im Gemeinderat vorstellte. Dass die meisten Autos zu schnell unterwegs sind, bestätigte die verdeckte Messung im Rahmen der Studie jedoch nicht. 85 Prozent der Fahrzeuge fahren zwischen 25 und 35 Stundenkilometer schnell, berichtete Wahl. Tanja Hügin wandte ein, die Messung sei an der falschen Stelle gemacht worden, nämlich oben an der Einmündung der Karl-Friedrich-Böhringer-Straße. Weiter unten würden 90 Prozent schneller als 30 fahren, meinte sie. Andreas Hügin sagte, vor allem diejenigen, die von unten hoch fahren würden stark Gas geben. Thomas Bahlinger sagte, es sei besser geworden, viele würden aber immer noch zu schnell fahren. Bürgermeisterin Joana Carreira versprach, sich weiterhin für einen stationären Blitzer einzusetzen. Festgestellt wurde in der Untersuchung, dass etwa 9500 Fahrzeuge am Tag durch den unteren Bereich der Lörracher Straße fahren, weiter oben sind es bereits weniger. In der Wittlinger Straße sind es 9000 Fahrzeuge am Tag, in der Schallbacher Straße 5800 und in der Binzener Straße 4500.

 

Drei Varianten

Die drei in der Machbarkeitsstudie entworfenen Varianten unterscheiden sich vor allen Dingen in der Breite der Fahrbahn. Variante 3 mit einer Fahrbahnbreite von nur fünf Metern wurde von der Verwaltung bereits als unpraktikabel verworfen. Für den Schwerverkehr müsste man die Straße sperren, Busse könnten nur in Richtung Lörrach fahren. Von der Lucke Richtung Ortsmitte müsste der Bus über die Karl-Friedrich-Böhringer-Straße umgeleitet werden. Ein Begegnungsverkehr zwischen Bus und Autos wäre in der Lörracher Straße kaum möglich, auf beiden Seiten blieben nur jeweils fünf Zentimeter Platz.

Nicht viel anders sieht es bei der Variante 1 mit einer Fahrbahnbreite von 5,25 Metern aus. Hier könnten Busse in der andere Richtung, von der Lucke zur Ortsmitte, durch die Lörracher Straße fahren, ebenso der Schwerverkehr. Bergaufwärts Richtung Lörrach wäre die Straße für den Schwerverkehr gesperrt, die Busse würden nun in dieser Richtung durch die Karl-Friedrich-Böhringer-Straße fahren. Beide Varianten haben den Nachteil, dass sich Verkehr, insbesondere der Schwerverkehr auf die Binzener Straße und nach Binzen verlagern würde, was man vermeiden will.

Daher geht der Trend Richtung Variante 2, die bei einer Straßenbreite von sechs Metern keine Einschränkungen vorsieht. Auch bei dieser Variante bleibt das Ziel, einseitig einen zwei Meter breiten und gegenüber nach Möglichkeit einen 1,50 Meter breiten Gehweg anzulegen. Sowohl hinsichtlich der Leistungsfähigkeit als auch der Aufenthaltsqualität hätte diese Variante Vorteile. Zwei Engstellen sollen den Verkehr bremsen. „Die Anbindung läuft über die Lörracher Straße, daran kommt man nicht vorbei“, stellte Joana Carreira fest.

Kreisverkehr

Für den Anschluss der Lörracher Straße an die Wittlinger und Binzener Straße hält der Verkehrsplaner einen kleinen Kreisverkehr für die leistungsfähigste Lösung. Er wäre nicht nur besser als die bestehende Einmündung, sondern auch besser als eine Ampelanlage und brächte auch für die Verkehrssicherheit und die Fußgänger deutliche Vorteile.

An dieser Kreuzung könnte ein Kreisverkehr entstehen. Foto: Thomas Loisl Mink

Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wird der Gemeinderat im Rahmen der Beratungen über den Haushalt 2026 treffen.