Die Arbeiten an der B 3 zwischen Kippenheim und Altdorf kommen besser voran als gedacht. Foto: Decoux-Kone

Bauarbeiten: Verkehr soll ab dem 23. Oktober wieder normal rollen / Ampel bleibt

Mahlberg - Die B 3-Sanierung zwischen Kippenheim und Altdorf wird deutlich früher fertig als geplant. Das wurde am Montag bei der Sitzung des Mahlberger Gemeinderats bekannt. Entsprechend kürzer gilt die ungeliebte Ampelregelung in der Stadt.

Die Ampel, die das zuständige Freiburger Regierungspräsidium am 24. September auf der Umleitungsstrecke aufstellen ließ, um die Engstelle in der Mahlberger Eisenbahnstraße zu entschärfen, sorgt für teils lange Staus (wir berichteten). Nach einem Vorstoß von Bürgermeister Dietmar Benz hatte sich auch Stadtrat Thomas Schwarz (FW) mit einem Brief an Freiburg gewandt. Erfolglos, wie der Rathauschef nun verkündete.

Die Argumentation aus Mahlberg ist bekannt: Anwohner in der Ortsdurchfahrt müssen mehr Lärm und Abgase hinnehmen und kommen nur noch leidlich aus ihren Hofeinfahrten heraus.

Mahlberger Argumente werden nicht gehört

Zudem wichen ortskundige Verkehrsteilnehmer auf Nebenstraßen wie die Sportplatz- und Christina-Obergföll-Straße aus. Beide Straßen seien schmal und haben keinen Gehweg, so Schwarz. Für Radfahrer und Fußgänger werde es wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens noch gefährlicher, zumal sich die wenigsten Fahrer ans Tempolimit hielten. Auch in der Eisenbahnstraße selbst seien an der Kreuzung zum Schmiedeweg und am Zebrastreifen nahe der Ampel schon gefährliche Situationen zu beobachten gewesen.

Dennoch kam der Projektleiter beim Regierungspräsidium Schwarz’ Bitte im Namen der Stadt nicht nach. Anfang des Monats antwortete er: Die Ampel bleibt. Wie aus dem Schreiben hervorgeht, sei die Ampel auf Wunsch von Anwohnern eingerichtet worden. Im Laufe der ersten neun Baustellentage, heißt es aus Freiburg, soll es zu Beschwerden gekommen sein, wonach an Häusern in der Eisenbahnstraße Lastwagen "haarscharf" und "ohne das Tempo zu verringern" vorbeigefahren seien. Regelmäßig stehe man in Kontakt mit der Polizei, aus deren Stellungnahme eindeutig hervorgehe, dass die Engstelle in der Eisenbahnstraße weiterhin abgesichert werden müsse.

Dass die Ampel bleibt, hält Schwarz indes weiterhin für ein "Unding", wie er am Dienstag auf LZ-Nachfrage noch einmal deutlich machte. Er könne die Entscheidung nicht nachvollziehen, "wenn jeder Verkehr durch die Seitenstraßen geht". Der Stadtrat sieht ein Ungleichgewicht – wegen wenigen müssten viele leiden: "Einzelne Anwohner sind gut dran, ein großer Rest ist geplagt."

Nach dem 22. Oktober soll Bundesstraße befahrbar sein

Dennoch: Auf weiteren Schriftverkehr mit dem Regierungspräsidium will Schwarz verzichten, zumal am Montagabend bekannt wurde, dass die Bauarbeiten an der B 3 früher fertig sein sollen als geplant: Schon nach dem 22. Oktober soll die Bundesstraße wieder befahrbar sein und die Umleitung via Mahlberg und Orschweier aufgehoben werden. Avisiert war ursprünglich der 5. November. Schwarz sprach von "einen überschaubaren Zeitraum, das Thema ist in ein paar Tagen erledigt".