An der Ecke Schramberger Straße und Weilersbacher Straße kann es mitunter eng werden. Foto: Daniela Schneider

Kaum Sicht und riskante Ausweichmanöver: Ein Schwenninger warnt vor brenzligen Situationen. Die Stadt nimmt das ernst, auch wenn sie bislang keine akute Gefahr sieht.

Manch’ brenzlige Situation hat er an der Ecke schon beobachtet – und deshalb sorgt sich der Schwenninger Gottfried Schmidt um die Verkehrssituation an der Einmündung der Schramberger Straße auf die Weilersbacher Straße. Immer wieder gebe es hier gefährliche und unübersichtliche Momente. „Die Polizeibehörde hätte die Gefährlichkeit erkennen müssen“, meint Schmidt.

 

Er hat beobachtet, dass an der Ecke – bislang erlaubterweise – bis zu fünf Autos hintereinander am rechten Fahrbahnrand der Schramberger Straße parken, mitunter oftmals bis an den Radweg, der entlang der Weilersbacher Straße verläuft.

Wenn man aus Richtung Weilersbach in die Schramberger Straße einbiege, habe man keinen Überblick, ob sich aus dieser ein Auto nähere, das Vorrang habe. Dies führe immer wieder zu Situationen, in denen Fahrzeuge aus Richtung Weilersbacher Straße schnell anhalten müssten und damit den Radweg auch schonmal vollkommen versperrten. „Und Autos, die aus der Schramberger Straße kommen, haben nur eine Möglichkeit, dem Gegenverkehr auszuweichen – nämlich indem sie auf den Gehweg fahren“, sagt Schmidt – und das sei ja wohl ein Unding.

Er sieht Gefahrensituationen

Besonders nach Feierabend und am Wochenende, wenn die meisten Anwohner zu Hause seien, sei dies vermehrt zu beobachten. Es müsse doch eine Möglichkeit geben, die Situation zu entschärfen, zum Beispiel indem die Parkplätze genau eingezeichnet würden und klar sei, dass außerhalb davon parkende Autos im absoluten Halteverbot stünden, meint Schmidt und hat sich mit diesem Anliegen nun an die Stadtverwaltung gewandt. Ihm geht es darum, die Gefahrensituationen an dieser Stelle zu vermeiden, wie er sagt.

„In dieser Kurve sollte man überhaupt nicht parken dürfen“, ist Schmidt eigentlich überzeugt, zumal er meint, dass sich die Situation noch verschärfen werde, sollte das Eschelen-Carré mit Supermarkt, Bäckerei, Kindergarten und über 60 Wohnungen irgendwann doch mal fertig werden und dadurch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen entstehen könnte. Ganz zu schweigen von winterlichen Straßenverhältnissen, die zusätzlich an der Stelle noch für Gefahren sorgten.

Auf seine Anfrage an die Stadtverwaltung hat der Schwenninger unterdessen eine Antwort bekommen: „Dass in dem betreffenden Straßenabschnitt ein sehr hoher Parkdruck besteht, ist bekannt“, heißt es aus der Pressestelle. Dies sei unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass kein ausreichender privater Parkraum zur Verfügung stehe – ähnlich wie auch in anderen dicht besiedelten Wohngebieten.

Unfallbericht wird angefordert

„Insofern kann es durchaus zu den von Herrn Schmidt beschriebenen Begegnungsverkehren kommen, was eine besondere Sorgfalt der Verkehrsteilnehmer erfordert“, fasst Stadtsprecherin Madlen Falke zusammen. „Konkrete Gefahrensituationen“ seien jedoch bislang nicht beobachtet worden. Auch lägen diesbezüglich keine sonstigen Bürgerhinweise vor.

Gottfried Schmidt hat an der Stelle schon mehrfach brenzlige Situationen beobachtet, wie er sagt. Foto: Daniela Schneider

Dennoch will die Stadt nicht untätig bleiben: Das Bürgeramt fordere nun einen Unfalllagebericht über das Polizeirevier an. Des Weiteren werde der Verkehrsbereich in nächster Zeit verstärkt durch den städtischen Vollzugsdienst bestreift. Außerdem soll es für den Straßenabschnitt eine Verkehrsdatenerhebung geben.

Weitere Überlegungen

Grundsätzliche Fragen
Gottfried Schmidt stellt sich auch Fragen grundsätzlicher Natur: „Sind die Straßen in VS wegen des zunehmenden Verkehrsaufkommens zu schmal, oder fahren zu viele und zu große Fahrzeuge auf den Straßen von Villingen-Schwenningen? Früher gab es in den Familien ein Auto – heute ist es keine Seltenheit, dass alle Familienmitglieder im Besitz eines eigenen Autos sind.“

Parkgebühren und Tempolimit?
Fragen könne man sich zudem auch, ob SUVs beim Anwohnerparken mit höheren Parkgebühren rechnen müssten (Beispiel Tübingen oder Koblenz) und ob – mit wenig Ausnahmen – ein generelles Tempolimit von 40 Stundenkilometern in der gesamten Stadt einzuführen sei, um die Straßen zu schonen.