In der Bahnhofstraße in Trossingen soll es für Radfahrer bald sicherer werden, zumindest zwischen dem Kreisverkehr am Bahnhof und der Kreuzung Ernst-Hohner-Straße/Sängerstraße.
Die Stadt will hier beim Ausbauprogramm für die Radwege mit der ersten Maßnahme loslegen. Im Etat für das laufende Jahr 2026 sind für diesen ersten Teilabschnitt Investitionen von 200 000 Euro eingeplant.
Dieser Radweg ist eine wichtige Verbindung in Richtung Schulzentrum, Konzerthaus und Freibad, er soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Gleich danach kommt dann im nächsten Jahr die Fortführung des Radwegs bis zur Überquerungshilfe an der Troase.
Die Kosten für diese zwei Teilabschnitte wurden von Frank Zepf vom Stadtbauamt auf etwa 300 000 Euro geschätzt. Eigentlich will man den Radweg bis zum Staatsbahnhof ausbauen. Die Wegeverbindung zwischen der Stadt Trossingen und dem Bahn-Halt Trossingen auf der Bahnstrecke Villingen-Rottweil ist mehr schlecht als recht. Der Asphalt auf dem Radweg ist wellig, der Radweg selbst sehr eng und kurvig.
Regierungspräsidium entscheidet über Zuschuss
Bei Baukosten unter 500 000 Euro entscheidet das Regierungspräsidium über die Zuschussgenehmigung, liegen die Baukosten darüber, muss das Landesverkehrsministerium beteiligt werden, sodass der ganze Vorgang länger dauert.
Deshalb will die Stadtverwaltung das Verfahren abtrennen und für das Teilstück zwischen Troase und Staatsbahnhof einen zweiten Zuschussantrag stellen.
Der Gemeinderat war mit dieser Vorgehensweise einverstanden. „Wir hoffen, dass wir etwas schneller die Förderung bekommen“, so Frank Zepf vom Stadtbauamt. Man habe dann aber auch das Risiko, dass die Stadt auf den Kosten sitzen bleibt, wenn keine Fördergelder genehmigt werden. Das Land bezuschusst bis zu 75 Prozent der Kosten für Radwege.
Einzelne Verbesserungen bereits umgesetzt
Die Stadtverwaltung informierte den Gemeinderat, dass einzelne beschlossene Verbesserungen im Zuge des Radwegekonzeptes schon umgesetzt wurden. Nachdem das Landratsamt Tuttlingen die verkehrsrechtliche Genehmigung erteilt hat, wurden die Fahrrad-Piktogramme in der Bismarckstraße aufgemalt. Teilweise wurden auch die Fahrrad-Schutzstreifen in der Bahnhofstraße und der Ernst-Haller-Straße aufgetragen. Weitere Markierungen werden in der Ernst-Haller-Straße vorgenommen, wenn die Mittelmarkierungen entfernt sind und dann die erforderlichen Restfahrbahnbreiten zur Verfügung stehen. Diese Arbeiten sollen bei entsprechender Witterung in diesem Jahr ausgeführt werden.