Der Radweg endet an der Ampel, um Fußgänger, welche die Treppen herunterkommen, vor Radfahrern zu schützen. Foto: Helen Moser

Kritik an der Verkehrssituation am Ortseingang in der Schramberger Straße kam im St. Georgener Gemeinderat auf. Denn der Radweg endet einfach – und einen Radfahrstreifen sucht man im Anschluss vergeblich.

Der Anschluss des Radwegs, der St. Georgen und die Hiesemicheleshöhe verbinde, sei im Bereich der Fußgängerampel am Ortseingang der Bergstadt in der Schramberger Straße „eine Katastrophe“, beklagte Oliver Freischlader (SPD) in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. Denn der Radweg ende einfach – und auf der Schramberger Straße sei im weiteren Verlauf kein Radfahrstreifen angebracht. Wie sollten sich Radler hier verhalten?

 

Dass der Radweg an dieser Stelle ende, sei beabsichtigt, erklärte Anna Benner, Leiterin des Amts für Ordnung, Bildung und Soziales. So sollen Fußgänger, welche den Fußweg und die Treppen vom Bildungszentrum nach unten zur Schramberger Straße nutzen, geschützt werden.

Einen Radfahrstreifen im weiteren Verlauf der Schramberger Straße habe die Stadtverwaltung schon einmal beantragt, erklärte Bürgermeister Michael Rieger. Das Landratsamts habe dies jedoch abgelehnt.

Gefährliche Situationen auf der Straße?

Den Grund konnte Benner erklären: Würde im Bereich der Ampel ein Radfahrstreifen beginnen, könnte dies das Risiko gefährlicher Begegnungen zwischen Auto- und Radfahrern auf der Straße bergen. Die Befürchtung: Radfahrer könnten vom Radweg entlang der Schramberger Straße unvermittelt auf den Radfahrstreifen einbiegen – und damit Autofahrer überraschen.

Eine Argumentation, die nicht jeden in den Reihen des Gemeinderats überzeugte. Man könne sich der Sache vonseiten der Stadtverwaltung noch einmal annehmen, versprach Bürgermeister Rieger.