In den vergangenen Tagen und Wochen hat die Stadt weitere Fahrradbügel in und um die Rottweiler Fußgängerzone installiert. Warum, das erklärt Mobilitätsexperte Horst Bisinger und nimmt nochmals Stellung, wie es zur Geschichte mit dem abgebauten Bänkle am Schwarzen Tor kam.
Der Verkehr in der Rottweiler Innenstadt verändert sich. Nicht nur durch die neue Verkehrsführung, sondern auch, weil immer mehr Radfahrer die Innenstadt ansteuern oder durchfahren. Räder und vor allem teure E-Bikes brauchen sichere Orte, an denen sie abgestellt werden können. Und darauf muss man reagieren, betont der Rottweiler Mobilitätsbeauftragte Horst Bisinger.
Seitengasse weniger beliebt
Nicht zuletzt aus diesem Grund war es in der vergangenen Woche zu einer besonderen Geschichte gekommen. Die Stadt hatte eine beliebte Sitzbank unterhalb des Schwarzen Tors durch einen der neuen Fahrradbügel ersetzt. Auf laute Kritik hin war der Fahrradständer wieder abmontiert und das Bänkchen wieder aufgestellt worden. „Eine Bürgerin hat sich auch prompt sehr freundlich bedankt“, betont Bisinger.
Wie es dazu gekommen ist, erklärt Bisinger so: „Da Standorte für Radbügel in der Oberen Hauptstraße aufgrund der vielen Veranstaltungen (Märkte, Sommerprogramm, Fasnet...) und Feuerwehraufstellflächen sehr schwierig zu finden sind, hatten wir auf den bereits abgestimmten Standort der Sitzbank zurückgegriffen.“ Radbügel in den Seitengassen würden zudem nicht so gerne angenommen.
Parken und Laden
„Da aber nicht alle Räder direkt in den Fußgängerbereichen abgestellt werden können, müssen wir im Rahmen des Radverkehrskonzeptes zukunftssichere Lösungen entwickeln. Ebenso wie bei PKWs muss verstärkt auch Raum für Fahrradparkplätze mit gedacht werden.“ Größere Städte machten dies bereits vor, etwa mit raumsparenden Lösungen, in denen Fahrräder sicher abgestellt und nebenbei noch geladen werden können.
Übrigens: Ein weiterer Radbügel sei auf Hinweise von Anwohnern und Dienstleistern im Waldtorort oberhalb des Schwarzen Tores aufgestellt worden. Dort wurde auch ein „temporärer Baum“ aufgestellt, „so dass nun auch dieses Quartier von den sogenannten Pop-up-Maßnahmen profitiert“. Gleiches gelte für das Kameleck, für die Untere Hauptstraße (Bereich Eisdiele) und den Münsterplatz.