Die Niedereschacher Montagsradler sind das ganze Jahr über unterwegs und kennen sich in Bezug auf das Radwegenetz nicht nur in Niedereschach, sondern weit darüber hinaus bestens aus. (Archivfoto) Foto: Albert Bantle

Bürgermeister Martin Ragg war beim Saisonabschluss der Niedereschacher Montagsradler zu Gast und informierte über aktuelle kommunalpolitische Themen. Wenn es um Radwege geht, greift der Bürgermeister auf die Expertise der Montagsradler zurück.

Beim diesjährigen Saisonabschluss zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll dieser Schulterschluss ist.

 

Als es im Frühjahr 2024 im Zuge der Radverkehrsplanung des Schwarzwald-Baar-Kreises darum ging, im Rahmen eines Workshops im Landratsamt zusammen mit den Planern das Radwegenetz in der Gesamtgemeinde näher zu betrachten, nahmen auf Bitten des Bürgermeisters aus den Reihen der Montagsradler Wolfgang Tauser und Willi Wipf teil.

Bei dem Workshop ging es um einen gemeindeübergreifenden Verkehrsplan, der von einem Planungsbüro ausgearbeitet und zusammen mit Praktikern aus den Gemeinden besprochen, kommentiert und ergänzt und mittlerweile vom Landratsamt überarbeitet an die Gemeinden gegeben wurde.

Die beim Workshop von Tauser und Wipf auf die Gesamtgemeinde Niedereschach bezogenen Vorschläge und Wünsche wurden im Gemeinderat bereits besprochen und diskutiert.

Gemeinderäte „sensibilisieren“

Mit Blick auf den Verlauf dieser Diskussion ergänzte Tauser, dass die Radler „das weiter beobachten“ und man die Gemeinde- und Ortschaftsräte diesbezüglich „sensibilisieren“ müsse. Wichtig, so Tauser, seien für die Radler die Bereiche Römerweg in Fischbach in Richtung Weiler, der Weg von der Eschachhalle zum Streichelzoo und von Niedereschach nach Horgen.

Martin Ragg betonte, dass sich bei den gemeinsamen Besprechungen zwischen der Verwaltung und den Montagsradlern gezeigt habe, dass man mit Blick auf das Radwegenetz „gleich denke.“

Unterschiedliche Meinungen

In der besagten Sitzung des Gemeinderates habe sich gezeigt, dass es im Gemeinderat auch einige „Nicht-Radler“ und unterschiedliche Meinungen gebe. „Dafür haben wir die Demokratie“, so der Bürgermeister. Er bedauerte es, dass im Zuge der zurückliegenden schwierigen Haushaltsberatungen der von den Radlern für 2025 gewünschte Ausbau des Weges im Beckengrund, der rund 40 000 Euro gekostet hätte, auf später verschoben wurde. Der Bürgermeister bat um Verständnis und verwies darauf, dass es sich die Gemeinderäte nicht einfach gemacht haben. Um einen genehmigungsfähigen Haushalt für 2025 vorlegen zu können, habe man bei den geplanten Investitionsmaßnahmen jedoch streichen und priorisieren müssen.