Einige Lauterbacher Bürgern beklagen sich über zu schnellen Straßenverkehr. Bei der Verkehrsschau waren nun Geschwindigkeitsbeschränkungen Thema. Das sind die Ergebnisse.
In der Sitzung des Lauterbacher Gemeinderats berichtete Hauptsamtleiter Andreas Kaupp im Rathaus zur jüngsten Verkehrsschau des Landratsamtes wegen Anfragen von Bürgern nach Geschwindigkeitsreduzierung und Parkmöglichkeiten.
Zunächst verkündete er die Messwerte einiger rasanter Verkehrsteilnehmer, die der Polizei bei ihrer jüngsten Messung in Lauterbach in der Schramberger Straße auf Höhe der Bushaltestelle in die Radarfalle gingen: 1289 Fahrzeuge wurden gemessen, 53 beanstandet, und der schnellste Fahrer war mit 67 Stundenkilometer in der 50er-Zone unterwegs.
Beim offenbar zu schnellen Straßenverkehr drückte auch manchen Lauterbacher Bürgern der Schuh. Die Ausfahrt von einigen Häusern im Bereich Oberbauernhof sei den Anliegern nach gefährlich. Doch eine gewünschte Geschwindigkeitsbeschränkung würde laut Verkehrsschau nicht infrage kommen. Die Übersichtlichkeit sei gegeben, und die bereits passierten Unfälle auf der Strecke in Richtung Fohrenbühl seien aus anderen Gründen als zu schnellem Fahren passiert, begründeten die Beamten ihre Entscheidung.
Das Gleiche gelte auch für die Landstraße in Richtung Fohrenbühl. Dort wünschten sich die Betreiber des Hotels Käppelehof und ein privater Anlieger einen langsameren Verkehrsfluss. Obwohl dort ein Wanderweg die Straße quere und eine Bushaltestelle mit wartenden Fahrgästen an der Straße sei, die Gefahr durch zunehmenden Verkehr und damit auch der Lärm stetig zunehme, gab es für die Landesbeamten keinen Grund für eine 70er-Zone, informierte Kaupp. „Voraussetzungen für ein Überholverbot liegen auch nicht vor. Wir haben wirklich alles versucht,“ so Kaupp.
Absolutes Halteverbot ist notwendig
Mehr Erfolg hatte die Gemeindeverwaltung bei der immer wieder vorkommenden Behinderung und Gefährdung durch parkende Autos im eingeschränkten Halteverbot bei der Seniorenresidenz im Kurvenbereich der Albert-Gold-Straße. Dort konnte ein absolutes Halteverbot mit „Zick-Zack-Kennzeichnung“ auf der Straße erwirkt werden. „Die Umsetzung ist angeordnet, ist Kreissache und erfolgt durch die Straßenmeisterei“, so Kaupp.
Zu wenige Parkplätze
Bei der unteren Einfahrt zum Imbrand im Bereich Haus Nr. 32 und 34 gibt es eine unzureichende Parksituation. Die Gemeinde dürfe eine neue Parkierungsorganisation vornehmen – auf eigene Kosten, so Kaupp. Es gebe knifflige Rahmenbedingungen auf engem Raum zu lösen, wie beispielsweise Berücksichtigung von Garagenausfahrten, Abfräsen von Randsteinen und Zuschlag von Gehweg zur Straße sowie Parkmarkierungen auf Grundstücksgrenzen. „Man könnte vielleicht vier Parkplätze rausschlagen“, so Kaupp. Er schlug eine Ortbegehung und Vorarbeit durch den Ausschuss für Umwelt und Technik vor, um sinnvolle Lösungen und einen Kostenplan zu erarbeiten.
Asylbewerber kommen unter
Bürgermeister Jürgen Leichtle teilte im Rahmen der Bekanntgaben mit, dass beim Gebäude Hauptstraße 36 bislang die Bewohner von sechs Partien von insgesamt sieben Wohneinheiten anderweitig untergebracht werden konnten. Das machte ein Eigentümerwechsel des Gebäudes notwendig, der der Gemeinde Lauterbach als Generalmieter für die Unterbringung von Asylbewerbern gekündigt hatte. Die verbleibenden zwei bis drei Männer der siebten Wohneinheit würden in der Mittleren Grundschule untergebracht, so Leichtle. Danach könne das Gebäude dem Eigentümer übergeben werden.