An der Autobahn 81 stehen in diesem Jahr einige Maßnahmen an. Wir geben einen Überblick (Symbolfoto). Foto: Heidepriem/Montage: Ganter

Im Kreis Rottweil steht die Sanierung der Talbrücke Neckarburg bevor. Wir haben nachgefragt, welche Maßnahmen dieses Jahr noch auf der Autobahn in Angriff genommen werden.

Die nächste große Maßnahme steht voraussichtlich bereits im April an, wie wir von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH – kurz DEGES – erfahren. Dann werden Instandsetzungsmaßnahmen an der Talbrücke Neckarburg zwischen Rottweil und Oberndorf vorgenommen. Diese stammt noch aus dem Jahr 1978.

 

Geplant sind unter anderem die Erneuerung der Fahrbahnbeläge, Brückenkappen und der Geländer sowie der Austausch der Lager und Fahrbahnübergangskonstruktionen. Rund 18 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten und sich über drei Jahre erstrecken.

Vorbereitende Maßnahmen an der 100 Meter hohen und 365 Meter langen Brücke fanden bereits vergangene Woche statt. Sanierungsarbeiten am Randstreifen sorgten dafür, dass der Verkehr zunächst in die eine Fahrtrichtung auf eine Fahrspur reduziert wurde und anschließend in die andere Richtung. Während der eigentlichen Instandsetzungsarbeiten soll es zu einer Verschwenkung der Fahrbahnen im Brückenbereich kommen, erklärt das Unternehmen auf unsere Anfrage bezüglich der Einschränkungen für den Verkehr.

Brücke Dettensee

Die DEGES zeichnet außerdem verantwortlich für die zurzeit noch stattfindenden Instandsetzungsmaßnahmen an der Brücke Dettensee zwischen den Anschlussstellen Horb und Empfingen – Kostenpunkt rund sieben Millionen Euro.

Dabei werden Verstärkungsmaßnahmen und eine Erneuerung der Fahrbahndecke vorgenommen. Die Maßnahme wurde im Sommer 2024 begonnen und soll insgesamt zweieinhalb Jahre dauern.

Für 2026 plant die DEGES dann Instandsetzungsarbeiten am Tunnel Heilsberg südlich des Hohentwiels sowie an zwei Brückenbauwerken bei Engen, wie sie schon jetzt bekanntgibt.

Parkplatz Haldenwald

Bereits im März begonnen wurde die Erweiterung des Parkplatzes Haldenwald (ehemals Parkplatz Tuningen) zwischen dem Autobahndreieck Bad Dürrheim und der Anschlussstelle Tuningen, erfahren wir von der Autobahn GmbH, die in diesem Jahr ebenfalls einige Projekte an der A 81 umsetzt.

Dabei entsteht ein größerer Parkplatz mit 50 Stellplätzen für Busse und Lastwagen und 31 Stellplätzen für Autos und Wohnmobile.

Die Kosten liegen bei rund sechs Millionen Euro. Verkehrsbehinderungen gibt es keine, da die Fahrbahn nicht betroffen ist. Die Arbeiten sollen im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein, teilt die Autobahn GmbH mit.

Empfingen und Oberndorf

Im April steht derweil eine Fahrbahnerneuerung zwischen den Anschlussstellen Empfingen und Oberndorf an. Der Verkehr wird dann „mit vier beengten Fahrspuren an der Baustelle vorbeigeführt“, wie wir auf Anfrage erfahren.

Zusätzlich würden zeitweise Sperrungen der Anschlussstelle Sulz notwendig. Wann diese erfolgen, werde noch rechtzeitig bekanntgegeben, heißt es von der Pressestelle der Autobahn GmbH.

Die Kosten für die Erneuerung liegen voraussichtlich bei rund 13 Millionen Euro. Die Maßnahme soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

Ampel bei Geisingen

Ein ganzes Stück südlich des Landkreises Rottweil steht in diesem Jahr der Bau einer Lichtsignalanlage an. „Bei der Anschlussstelle Geisingen (Fahrtrichtung Stuttgart) soll die Verkehrsregelung an den Rampenfüßen zukünftig über eine Lichtsignalanlage erfolgen. Dadurch kann eine Unfallhäufigkeitsstelle beseitigt werden“, erklärt die Autobahn GmbH diesbezüglich.

Die Bauarbeiten sollen im dritten Quartal dieses Jahres begonnen und auch abgeschlossen werden. Auf der A81 seien dadurch keine Verkehrseinschränkungen zu erwarten. „Der Verkehr im untergeordneten Netz wird mit verengten Fahrspuren an der Baustelle vorbeigeführt.“ Die Kosten liegen bei rund 550 000 Euro.

Die Priorisierung

Die Priorisierung der Maßnahmen leite sich aus einer Vielzahl zu berücksichtigender Aspekte ab, erklärt die Autobahn GmbH auf unsere Nachfrage.

Dazu gehöre neben dem Ausmaß der Schäden an einer Strecke unter anderem auch die Koordination mit anderen Maßnahmen, um die Auswirkungen auf Verkehrsteilnehmende und Raumschaft so gering wie möglich zu halten, heißt es.