Die Ergebnisse einer Qualitätserfassung zeigen: An der L 177 besteht Verbesserungsbedarf für Fußgänger und Radfahrer. Der Ortsteilausschuss diskutierte mögliche Maßnahmen.
Um Ergebnisse einer Qualitätserfassung der Ortsmitte ging es im Ortsteilausschuss. Damit könnten an der L 177 durch den Kernort für Radfahrer und Fußgänger bessere Bedingungen geschaffen werden, sofern das Land bereit ist, Maßnahmen durchzuführen.
Die Gemeinde beschäftige sich schon seit längerem mit der Verkehrssicherheit, sei diesbezüglich mit dem Land seit drei Jahrzehnten in der Diskussion, so Bürgermeister Fritz Link. Seit Mai 2025 lief, unterstützt vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg, eine kostenfreie Qualitätserfassung, auf deren Grundlage Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden sollen.
Bezugnehmend auf einen Unfall vor einigen Wochen und Forderungen von Eltern erklärte Link, dass die Verkehrsbehörde 3400 Fahrzeuge täglich „nicht überdurchschnittlich“ nennt, auch wenn die Gemeinde das anders sieht. Laut dem mit der Untersuchung beauftragten Stadt- und Verkehrsplaner Jonas Schmid gibt es viele Städte mit bis zu 15 000 Fahrzeugen täglich.
Laut Behörden entspricht die Beleuchtung der Überwege der Norm, so Link. Dank einer neuen Rechtsgrundlage sei das Land zumindest bereit, das 30er-Schild Richtung Ortseingang zu versetzen. Eine Fußgängerampel am Überweg bei der Grundschule sehe die Behörde nicht als zielführend an, da die zur Rückstau führen könnte und dann wohl für alle Querungen Ampeln gefordert würden.
Positive Bewertung
Laut Schmid ergab sich eine sehr positive Bewertung, wobei Gehwege teils recht schmal sind, zum Beispiel im Bereich der Tankstelle, wo es auch keine klare Ein- und Ausfahrt gebe. Ein Vorschlag lautete, die überbreite Straße zugunsten von Warteräumen an Zebrastreifen schmaler zu machen. Die sachkundige Einwohnerin Nicole Schwenk bestätigte, dass Gehwege für die vielen Schüler nicht ausreichen. Teils nur wassergebundene Wege sind laut Link wiederum dem Baumschutz geschuldet.
Barrierefreiheit an Zebrastreifen ist laut Schmid nicht durchgängig gegeben. Vorgeschlagen wurde, diese für Rollstuhlfahrer und blinde Personen aufzuwerten. Vorhandene rote Markierungen an Aus- und Einfahrten gäben Fußgängern kein Vorrecht, sollten durch Gehwegüberfahrten ersetzt werden.
In Vorleistung gehen
Chance für die Umsetzung von Maßnahmen, die mit bis zu 75 Prozent gefördert werden könnten, sah Schmid als relativ hoch an. Das Land müsse aber zur Umsetzung bereit sein, und werde nicht kurzfristig geschehen, so Link. Die Gemeinde müsse in jedem Fall mit Planungskosten für Planungen in Vorleistung gehen.
Gelbe Warnlichter an Zebrastreifen seien möglich, so Schmid auf Nachfrage von Sigrid Fiehn. Von Beate Meier angefragte Smileys oder anderes auf Schildern haben laut Jonas aber keinen großen Mehrwert. Angesichts eines weiteren Zebrastreifens auf Höhe des Haus Daheim warnte Matthias Weisser vor schlechterer Luftqualität.