Die Sanierung der Zollernstraße läuft nach Plan. Darüber freuen sich Projektleiter Markus Jäschke (von links), die Erste Beigeordnete Dorothee Müllges, Michael Werner, Leiter des Bautätigkeitsbereichs im Fachbereich Bau und Technik und Bürgermeister Philipp Hahn. Im Hintergrund ist der abgeschlossene Teil des ersten Bauabschnitts zu sehen. Foto: Roth

Der erste Meilenstein für die Neugestaltung der Zollernstraße ist im Zeit- und Kostenplan geschafft. Wie es für Autofahrer und Anlieger weitergeht, fasst unsere Redaktion zusammen.

Einen Eindruck davon, wie die Zollernstraße bis Ende 2026 auf ihrer gesamten Länge aussehen soll, kann man derzeit auf dem Abschnitt vom Obertorplatz bis zur ersten Einfahrt in den Fürstengarten gewinnen. Der bis dorthin abgesteckte Bauabschnitt ist seit einigen Tagen für den Verkehr freigegeben. „Den ersten Meilenstein konnten wir so im Zeit- und Kostenplan fertigstellen“, freut sich Bürgermeister Philipp Hahn beim Pressetermin. Er richtete auch einen Dank an die Anwohner für ihre Geduld.

 

Auf dem nun wieder befahrbaren Abschnitt fehlt lediglich noch der Asphalt-Deckbelag. Die Schächte, die derzeit schon ebenerdig mit der Straße abschließen, werden in der Folge mitangehoben.

Sommerferienbedingt ruht die Baustelle in den kommenden beiden Wochen. Im Anschluss soll laut Markus Jäschke, Projektleiter Zollernstraße seitens der Stadtverwaltung, bis zum Jahresende der Bauabschnitt bis zur Einmündung der Frankstraße fertiggestellt werden. Das Ziel sei, dass der Verkehr über die Winterpause vorübergehend wieder durch die Zollernstraße rollen kann. Michael Werner, Hoch- und Tiefbauchef im Technischen Rathaus, betont aber: „Wir wollen dieses Jahr möglichst lange arbeiten und nächstes Jahr möglichst früh beginnen.“

Installation eines Blitzers technisch vorbereitet

Klar wird schon auf dem ersten fertiggestellten Abschnitt: Der motorisierte Verkehr wird künftig nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Beispielsweise auf Höhe der Einfahrt in den Fürstengarten gibt es eine durch Pflastersteine hervorgehobene Verengung auf 4,75 Meter Breite der Straße. Dieses optische Element bevorrechtige Fußgänger verkehrsrechtlich zwar nicht, schaffe aber Aufmerksamkeit beim Autofahrer, erläutert Jäschke.

Übrigens: Auch diese verengten Abschnitte – einen weiteren wird es beispielsweise auf Höhe des Eingangs zum Fürstengarten geben – sind für Begegnungsverkehr vorgesehen. Die Tempo-20-Zone wird daher vom Obertorplatz in den ersten Abschnitt der Zollernstraße verlängert; im weiteren Verlauf wird die Höchstgeschwindigkeit 30 Stundenkilometer betragen. Michael Werner ergänzt: „Die Fahrbahnverengungen geben uns auch die Möglichkeit, Tempo 30 aus städtebaulichen Gründen anzuordnen.“ Denn: Das Kriterium Lärmschutz greife in der Zollernstraße nicht.

Technisch vorbereitet wurde indes auch ein stationärer Blitzer auf Höhe der Straße Am Fürstengarten. Nicht um die angeschlagene Stadtkasse zu sanieren, sondern um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, betonte Hahn.

Verkehrsströme auf andere Hauptachsen umlenken

Dorothee Müllges, Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung, sagt zudem: „Die Zollernstraße soll künftig bewusst keine Hauptverkehrsstraße mehr sein.“ Die Verkehrsströme – so hoffen die Verantwortlichen – sollen vermehrt über die Stillfried- sowie Bisinger Straße fließen.

Nicht wiederzuerkennen ist die alte Schlaglochpiste indes auch aus Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit. Pflanzbeete für schattenspendende Linden sind auf dem ersten Bauabschnitt bereits vorgebaut. Bewässert werden diese durch das sogenannte Schwammstadtkonzept, welches im Untergrund verbaut ist. Vereinfacht gesagt: Regenwasser wird im Boden gespeichert und bei Bedarf an die Bäume abgegeben. Voraussetzung dafür ist eine getrennte Schmutz- und Regenwasserentsorgung. „Die Zollernstraße ist wegen ihrer Breite prädestiniert für das Schwammstadtkonzept“, informiert Jäschke weiter. Offen ließ Bürgermeister Hahn hingegen weiter, ob die Hainbuchhecke zum Fürstengarten hin, wieder gepflanzt wird.

Lädt zum Flanieren ein

Spürbar bei allen Beteiligten ist die Vorfreude auf die neu gestaltete Straße: „Ein Gewinn für die Stadt Hechingen“, nennt es Bürgermeister Hahn. Die Straße werde künftig zum Flanieren einladen, Hahn schwebt gar eine Umbenennung der Straße in „Zollernallee“ vor.