Die Kreuzung vor dem Hechinger Ortseingang in Richtung Zollernstraße könnte im Zuge der nun anstehenden Bauarbeiten ebenfalls umgestaltet werden. Foto: Stopper

Nicht nur die Zollernstraße in Hechingen, sondern auch die Kreuzung am Ortseingang von der B27 kommend, könnte umgestaltet werden. Der Umwelt- und Technikausschuss des Kreistags berät über das Vorhaben. So sehen die Pläne aus.

Die Bauarbeiten in der Zollernstraße stehen in den Startlöchern. Der erste Baggerbiss ist für den 24. März geplant. Nun wird bekannt, dass die Kreuzung der Zollernstraße mit der Kreisstraße 7108 vor dem Ortseingang in Richtung Stetten und Boll in diesem Zuge ebenfalls ein neues Gesicht bekommen könnte.

 

Über dieses Thema berät der Umwelt- und Technikausschuss des Kreistags in seiner Sitzung am kommenden Montag, 17. März. Der Ausschuss gibt eine Empfehlung an den Kreistag ab, der final entscheidet. Ein Plan für die Neugestaltung der Kreuzung liegt den Sitzungsunterlagen bei. Die größte Änderung für Autofahrer, vorbehaltlich einer Zustimmung des Kreistags: Der Bypass für Rechtsabbieger in Richtung Boll soll zurückgebaut, die Mittelinsel angepasst werden.

Wird die Kreuzung den Plänen entsprechend umgestaltet, steht der nicht-motorisierte Verkehr im Fokus. Dieser profitiert bereits bei der Neugestaltung der Zollernstraße durch die Stadt Hechingen: Unter anderem ist eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer mit stationärer Geschwindigkeitsüberwachung vorgesehen. So sei laut Sitzungsvorlage zu erwarten, dass sich das motorisierte Verkehrsaufkommen reduziere.

Barrierefreiheit als Ziel

Dieser Entwicklung soll am angesprochenen Knotenpunkt Rechnung getragen werden, Radfahrer und Fußgänger somit sicherer unterwegs sein. Konkret heißt das: Der in der Zollernstraße einseitig geplante Geh- und Radweg soll über diesen Knotenpunkt weitergeführt werden, die Mittelinsel dazu erweitert werden. Die Überquerung ist laut Planentwurf sieben Meter breit, wobei vier Meter für den Radverkehr zur Verfügung stehen. Die restlichen drei Meter werden als Überquerung mit verschiedenen Anschlaghöhen für Geh- und Sehbehinderte hergestellt. Barrierefreiheit ist das Stichwort.

Ein weiterer Vorteil: Der Radverkehr von und nach Boll wird über entsprechende Rampen verkehrssicher von und auf die Fahrbahn geführt. Dadurch könne für den ebenfalls geplanten Radweg zwischen Hechingen und Boll entlang der Kreisstraße 7109 eine wichtige Grundlage geschaffen werden, so die Sitzungsunterlage weiter.

Kosten: 275 000 Euro

Eine Besonderheit bei der Maßnahme: Der Landkreis ist zwar Straßenbaulastträger, aber durch die Sanierung der Zollernstraße übernimmt die Stadt Hechingen die Federführung bei den Arbeiten. Die Gesamtkosten von rund 275 000 Euro trägt der Landkreis; Fördergelder seien möglich. Die Ausführung ist für Ende 2026 geplant. Erst muss der Kreistag aber grünes Licht geben.