Der geplante Kreisel vor St. Ulrich könnte den Verkehr dort flüssiger laufen lassen. Jetzt geht es an die konkreten Planungen. Foto: Schnurr

Die Geislinger halten den an Stelle der Kreuzung vor der Kirche St. Ulrich geplanten Kreisverkehr mehrheitlich für sinnvoll. Der Gemeinderat hat ein Büro aus Tübingen nun mit dessen Planung beauftragt.

Geislingen - Eine Umfrage unserer Redaktion hat im Dezember ergeben: Eine Mehrheit der Geislinger Bürger befürwortet den geplanten Kreisel. Dieser soll den Verkehr flüssiger laufen lassen und Lärm durch ständiges Anfahren und Abbremsen vermindern. Der Kreisverkehr sei der zentrale Punkt bei der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, hat Markus Buck, der Leiter des Geislinger Bauamts, im Dezember im Gespräch mit unserer Redaktion verdeutlicht.

 

Drei Aufträge in einer Hand

Bereits am 23. November endete die europaweite Ausschreibung für ein Ingenieurbüro, das nicht nur den Verkehrskreisel planen soll, sondern auch die Erneuerung der Vorstadtstraße, und einen städtebaulichen Entwurf für den rund 800 Meter langen Abschnitt der Vorstadtstraße bis zur Einmündung der Konrad-Adenauer-Straße. All dies, betonte Buck jetzt gegenüber dem Gemeinderat, soll gemeinsam geplant werden, damit alles zueinander passt.

Bei der Auswahl des zu beauftragenden Büros aus fünf Bewerbern habe man verschiedene Kriterien angelegt, für die es jeweils Punkte gab. Dazu gehörten beispielsweise, ob diese personell überhaupt in der Lage wären, das große Vorhaben zu planen, die Erfahrung des Projektleiters mit ähnlichen Aufträgen und Referenzen.

100 von 100 Punkten – Auftrag erteilt

Es habe ein "eindeutiges Ergebnis" gegeben, berichtete der Bauamtsleiter: Ein Tübinger Ingenieurbüro habe als einziger Bewerber 100 von 100 möglichen Punkten erhalten – "mit großem Abstand". Erfreulich sei, dass dieses mit rund 160 000 Euro Honorar zugleich das günstigste Angebot eingereicht habe. Das Tübinger Büro war bereits in Rosenfeld tätig. Nach ersten Gesprächen hat Buck einen positiven Eindruck: "Wir haben da ein gutes Gefühl."

Damit war auch für den Gemeinderat kein Diskussionsbedarf mehr: Seine Mitglieder votierten einstimmig dafür, dieses Büro mit der Planung der neu zu gestaltenden Ortsdurchfahrt zu beauftragen. Neben der Entspannung des Verkehrs geht es auch um das Ortsbild: Die Vorstadtstraße soll schmaler werden, optisch ansprechender und beispielsweise durch zusätzliche Parkmöglichkeiten die Entwicklung des Einzelhandels unterstützen.

Wie all dies aussehen könnte, wird sich in den beginnenden Planungen erweisen: 2022 wird Geislingens nächstes, großes Vorhaben konkret.