Autos stehen zu Stoßzeiten im Stau – ein Bild, das es auch in Freiburg regelmäßig gibt (Symbolfoto). Foto: Christoph Reichwein/dpa

Wer als Pendler regelmäßig zu Stoßzeiten in Freiburg mit dem Auto unterwegs war, verlor im Jahr 2025 bis zu 61 Stunden Lebenszeit im Stau.

Er ist der Alptraum eines jeden Pendlers: Stau. Doch in vielen Städten sind sie längst Alltag, auch in Freiburg. Das belegt auch der neuste Verkehrsindex des Karten- und Navigationsspezialisten TomTom für das Jahr 2025, der nun veröffentlicht wurde.

 

Demnach betrug das Staulevel in der Stadt Freiburg im vergangenen Jahr 36,4 Prozent (plus 0,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024). Dieser Wert gibt den durchschnittlichen Zeitverlust im Vergleich zur freien Fahrt auf der Straße an.

Im Großraum Freiburg, der laut Karte im Norden bis etwa Emmendingen und im Süden bis Bad Krozingen und Staufen geht, lag das Staulevel im Jahr 2025 bei 24,5 Prozent – und damit laut Analyse 2,4 Prozent höher als im Jahr zuvor.

In der Stadt fährt man im Schnitt unter 30 Kilometer pro Stunde

Wer als Pendler zweimal pro Werktag während der Stoßzeiten zehn Kilometer zurücklegte, der verlor in der Stadt Freiburg aufs Jahr gesehen insgesamt 61 Stunden durch Stau. Im Großraum Freiburg war der Zeitverlust geringer, aber immer noch 24 Stunden.

Interessant ist auch die durchschnittliche Geschwindigkeit: In der Stadt lag sie bei 28,8 Kilometer pro Stunde, im Großraum Freiburg bei 54,9 Kilometer pro Stunde.

Experten haben für 2026 wenig Hoffnung auf Besserung

Für das laufende Jahr machen die Experten wenig Hoffnung auf Besserung. Immer weniger Menschen arbeiten im Homeoffice und die Pendelwege werden aufgrund der Stadtflucht länger. Dazu kommt bundesweit eine hohe Baustellendichte. Investitionen in die Infrastruktur seien notwendig und unverzichtbar und entfalteten ihre entlastende Wirkung jedoch erst mittelfristig.