An der Hauptstraße in Dietingen kann weiter gebaut werden. Foto: Merk

Unerwartete Bauprobleme führen zu einer Kostensteigerung. Die Bordsteine drohen zu kippen – jetzt muss Dietingen tief in die Tasche greifen. Eine Lösung soll nun auch den Breitbandausbau vorbereiten.

Die Ortsdurchfahrt wird seit März saniert. Die Arbeiten schreiten voran, doch jetzt kommt es wegen des Gehwegs zu erheblichen Mehrkosten.

 

Der Gemeinderat hat in der vergangenen Sitzung darüber entschieden, welche Lösung gewählt werden soll, damit der Bau fortgesetzt werden kann. Trotz knapper Finanzmittel wurde dabei auch an die Zukunft gedacht.

André Leopold (Rottweiler Ingenieur- und Planungsbüro) schilderte dem Gemeinderat und den anwesenden Bürgern die neu aufgetretene Situation. Die Mitglieder des Gremiums hatten sich bei einer gemeinsamen Besichtigung der Baustelle kurz vor der Sitzung selbst ein Bild davon gemacht.

Tieferer Asphalteinbau bringt Probleme

Da im zweiten Bauabschnitt durch den Straßenbaulastträger, also den Landkreis, der Asphalt tiefer eingebaut wird, werden große Teile der Bordsteine freigelegt. Dadurch können diese teilweise kippen.

1200 Meter statt 600 Meter

Ursprünglich war geplant, auf etwa 600 Metern Bordsteine auszutauschen. Nun müssen diese Arbeiten auf einer doppelt so langen Strecke vorgenommen werden. Es wird mit Mehrkosten in Höhe von 170 000 Euro gerechnet – die tatsächliche Summe könnte jedoch geringer ausfallen.

Die günstigste Variante

Mit der Energieversorgung Rottweil wurde bereits vereinbart, dass sie sich auf einem 200-Meter-Abschnitt zu einem Drittel an den Kosten beteiligt. Für die verbleibenden rund 450 Meter wird derzeit eine ähnliche Regelung verhandelt.

Zukunftsorientierte Entscheidung

Der Gemeinderat entschied sich außerdem für die günstigere Variante: Bordsteine aus Beton und eine Asphaltierung des Gehwegs. Zudem werden Leerrohre verlegt, um künftig einen Breitbandausbau zu ermöglichen. So könne ein Telekommunikationsunternehmen die Rohre später nutzen. Gedacht sei an ein Modell mit Ablöse oder Pacht, erklärte Hauptamtsleiter Matthias Barth.

Kosten könnten geringer ausfallen

„Im Idealfall kommt es zu einer Kostenneutralität“, sagte Leopold. Das Ziel liege zwischen 50 000 und 120 000 Euro, aber garantieren könne er das nicht.

Die Entscheidung wurde nach der Diskussion einstimmig getroffen – somit kann die Baufirma mit der Fertigstellung fortfahren.