Ab Montag, 14. April, sollen die ersten Arbeiten für den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau im Calwer Stadtgebiet beginnen. Das führt teilweise auch zu Sperrungen und Halteverboten.
61 Kilometer Trasse, die 6460 Wohneinheiten und 1500 Adresspunkte erschließt. Mit diesem ersten Aufschlag des Glasfaser-Ausbaus in Calw will die Deutsche GigaNetz GmbH (DGN) am kommenden Montag beginnen.
Starten soll das Ganze in Heumaden. Wie Inken Gärtner, Sprecherin der DGN, unlängst erklärte, gehe es dabei mit den Gartentrenches los, schmalen Schlitzen, die in die Oberfläche gefräst werden, um die Glasfaserkabel zu verlegen. Die eigentlichen Tiefbauarbeiten folgen voraussichtlich im Mai.
Drei „Baustellen“
Doch großflächig Kabel verlegen – müsste das nicht auch großflächige Auswirkungen auf den Verkehr haben? Anfangs offenbar nicht. Darauf lässt zumindest die Auskunft der Calwer Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion schließen.
„Im Rahmen der geplanten Baumaßnahmen sind bisher drei Anträge auf Verkehrsrechtliche Anordnungen eingegangen“, berichtet David Mogler, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters und Wirtschaftsbeauftragter der Stadt Calw, nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde.
In allen drei Fällen würden mittel eines mobilen Krans Glasfaserstationen an ihren geplanten Standort gesetzt. In diesen überdimensionalen Verteilerkästen werden die Glasfaserleitungen der Hausanschlüsse später zusammenlaufen und diese mit einer Direktleitung verbinden.
Alle drei Glasfaserstationen sollen am 14. Mai eingehoben werden. Eine davon nahe der evangelischen Versöhnungskirche in Heumaden – dafür ist eine Vollsperrung auf Höhe Christian-Barth-Straße 1 vorgesehen, die Umleitung erfolgt in beide Richtungen über Wagnerstraße und Heinz-Schnaufer-Straße.
Eine zweite Station wird nach heutigem Stand unweit der Einmündung der Langen Steige in die Stuttgarter Straße ihren Platz finden. In der Langen Steige kommt es bei der Versetzung auf Höhe Stuttgarter Straße 84 daher zu Halteverboten.
Eine dritte Station ist schließlich beim Stammheimer Freibad geplant. Hier soll es am 14. Mai eine halbseitige Sperrung in der Jahnstraße geben.
Für den Ausbau des Calwer Ostens – also Heumaden, Stammheim und den östlich der Nagold liegenden Teil der Kernstadt – rechnet das Unternehmen mit einer Bauzeit von rund 1,5 Jahren, so dass die Tiefbauarbeiten voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen sein werden.
Der Osten kommt früher zum Zug, weil dort bereits genügend Kunden einen Vertrag mit der DGN abgeschlossen haben. Als Mindestquote gelten 35 Prozent der Haushalte im Plangebiet; nur dann rechnet sich der Ausbau für das Unternehmen wirtschaftlich.
Insgesamt, so hieß es im Frühjahr 2023, hat die DGN die Absicht, ein etwa 225 Kilometer umfassendes Netz im Stadtgebiet zu bauen; bis zu 6328 Adressen sollen dabei Glasfaser bis in die Wohnung bekommen.