Jetzt ist in Bad Liebenzell eine Fußgängerbrücke saniert worden, die immer wieder Thema war. Deshalb hat sie eine so große Bedeutung.
Die Stadt Bad Liebenzell ließ die Fußgängerbrücke zwischen dem Bahnhof und dem Sonnenhof sanieren. Sie hat deshalb eine so große Bedeutung, weil durch sie Zugreisende direkt vom Bahnhof über die Nagold ins Stadtzentrum kommen.
In seiner Sitzung im Oktober vergab der Gemeinderat die Sanierungsarbeiten für die Brücke. Gemäß dem Angebot kostet die Sanierung rund 45 500 Euro.
Inzwischen ist die Sanierung abgeschlossen, teilte Sandra Fleige, Pressesprecherin der Stadt Bad Liebenzell, jetzt mit. Ohne diese Sanierung hätte die Schließung der Brücke gedroht. Dies schrieb Daniel Heitzmann in der Vorlage zur Sitzung im vergangenen Oktober. Heitzmann ist neben dem Tiefbau, der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung auch für die Brücken der Stadt zuständig.
Die Sanierung dieser Brücke hat eine lange Vorgeschichte. 2017 ließ die Stadt den Holz-Bodenbelag dieser Brücke erneuern und nach der Prüfung 2018 aufgrund erhöhter Rutschgefahr mit einem Teppichbelag versehen.
Der Teppich verhinderte aber das Austrocknen der Holzkonstruktion. Dadurch hielt sich Feuchtigkeit länger. Der Zustand der Brücke verschlechterte sich dadurch schneller. Folglich waren Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt, schrieb Heitzmann in der Vorlage zur Oktobersitzung des vergangenen Jahres.
Stolperfallen im Teppich
Der Teppichbelag war inzwischen stark beschädigt. Die Folge waren Stolperfallen. Der Bauhof entfernte diesen Belag im Frühjahr 2025. Dadurch wurde nicht nur die Stolpergefahr beseitigt, sondern auch die Trocknung der Holzkonstruktion wieder ermöglicht, war von Heitzmann zu erfahren.
Um die Rutschfestigkeit in den Herbst- und Wintermonaten sicherzustellen, wurde der vorhandene Holzbelag durch einen besonderen Bodenbelag ersetzt.
Dadurch habe die Stadt eine einfach umsetzbare, kostengünstige und langlebige Lösung mit hoher Rutschfestigkeit gefunden, so Heitzmann.
Korrosion vermeiden
Bei dieser Gelegenheit ließ die Stadt die Holzkonstruktion neu zusammenpressen und die verzinkten Schrauben durch Edelstahlbefestigungen ersetzen, damit die Brücke länger hält und Korrosionsschäden vermieden werden.
Dabei habe das Ingenieurbüro zunächst sogar einen weitgehenden Neubau der Brücke vorgeschlagen. Nach Rücksprache mit weiteren Ingenieuren und örtlichen Zimmereibetrieben habe sich die Stadt für eine einfach, kostengünstige und langlebige Lösung mit hoher Rutschfestigkeit entschieden, berichtete Heitzmann.