Wo sind die Baustellen im Zollernalbkreis und Umgebung? Wir liefern einen Überblick. Foto: Screenshot/RP Tübingen/dpa/Montage/liri

Im Zollernalbkreis stehen einige Baustellen an, sind bereits im Gange oder kurz vor dem Abschluss. Ein Überblick.

Der Laufener Tunnel entlang der B 463 dürfte seit Beginn seiner Sanierung im Jahr 2024 als Aushängeschild baulicher Verkehrseinschränkungen im Zollernalbkreis gelten. Die gute Nachricht: Ende April soll vieles davon ein Ende haben. Doch an mehreren Stellen der Region steht der Start der nächsten Baustelle unmittelbar bevor.

 

Einen Überblick darüber, was bald auf Pendlerinnen und Pendler zukommt, bietet das Regierungspräsidium Tübingen in einer aktuellen Pressemitteilung. Regierungspräsident Klaus Tappeser spricht darin von unausweichlichen Einschränkungen sowohl für Verkehrsteilnehmer als auch für Anwohnerinnen und Anwohner. Man wisse aber, dass die „Einschränkungen in Zukunft noch größer“ würden, wenn nichts unternommen werde. „Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis“, sagt Tappeser, „und ihre Geduld“.

Was in Balingen geplant ist

Geduld wird das Gebot der Stunde sein. Zum Beispiel in Balingen. Im Abschnitt der B 27 zwischen Endingen und der Anschlussstelle Balingen Nord wird auf einer Länge von rund 3,6 Kilometern die Fahrbahndecke erneuert. Dabei werde auch die Lärmsituation für die Balinger Kernstadt durch einen lärmreduzierenden Belag verbessert. Die Ausführung der Maßnahme ist im Zeitraum von Juli bis Oktober 2026 geplant. Für die Belagsarbeiten zwischen Endingen und Balingen-Süd ist eine Vollsperrung erforderlich. Im zweispurigen Bereich zwischen Balingen-Süd und Balingen-Nord ist eine Erneuerung unter halbseitiger Sperrung möglich. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 3,6 Millionen Euro.

Was in Hechingen geplant ist

Auch in Hechingen soll gebaut werden, konkret ein Kreisverkehr an der L 410 im Bereich Lotzenäcker II. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Stadt Hechingen, dem Zollernalbkreis und dem Regierungspräsidium Tübingen. Der Knotenpunkt soll dadurch sicherer und leistungsfähiger werden. Die Federführung für die bauliche Umsetzung liegt beim Landkreis. Die Gesamtkosten betragen rund 3,5 Millionen Euro, wovon rund 350.000 Euro durch das Land getragen werden. Es soll von Juni 2026 bis August 2027 gebaut werden.

Was in Geislingen geplant ist

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit soll der Knotenpunkt L 415 in Geislingen – bestehend aus Vorstadtstraße, Schloßstraße und Dammstraße – zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Es betrifft die Kreuzung nahe der Kirche entlang der Ortsdurchfahrt. Zusätzlich sind Tiefbauarbeiten und eine neue Fahrbahndecke geplant. Die Stadt Geislingen führt die Maßnahme in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Tübingen durch. Die Maßnahme soll nach Auskunft des RP Tübingens nach den Sommerferien 2026 beginnen und bis Mitte 2027 andauern – doch eine Anfrage unserer Zeitung bei der Stadt Geislingen ergab, dass bislang (Stand: 9. April 2026) noch der Förderbescheid fehlt. Demnach könne die Verwaltung auch noch nichts ausschreiben. Ob der Zeithorizont also eingehalten werden kann, steht derzeit in den Sternen. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf rund 3,6 Millionen Euro, die die Stadt Geislingen und das Land Baden-Württemberg gemeinsam tragen.

Ausblick in Albstadt

Seit Mitte Oktober 2024 laufen die Arbeiten für die Sanierung des Tunnels in Albstadt-Laufen. Im Zuge dieser Maßnahme erfolgt ein kompletter Austausch der Betriebstechnik und die Instandsetzung der Stahlbetoninnenflächen. Die Kosten für den Tunnel belaufen sich auf rund 20,2 Millionen Euro. Geplant ist, die Sanierung des Tunnels bis Ende April 2026 abzuschließen.

Von Ende August bis Ende Oktober 2026 erfolgt außerdem zwischen Laufen und Lautlingen eine Fahrbahndeckenerneuerung. Die Maßnahme ist Teil der Sanierung der B 463 zwischen Dürrwangen und Lautlingen. Für die Erneuerung des rund 1,6 Kilometer langen Streckenabschnitts sind Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt.

Parallel laufen darüber hinaus noch die Arbeiten an der Ersatzbrücke über die Eyach bei Laufen. Begonnen wurden diese im März 2025, fertigstellen will sie das RP Tübingen im dritten Quartal 2026. Kosten: 2,2 Millionen Euro.

Pläne in Dotternhausen

Damit die Radwegverbindung zwischen Dotternhausen und Endingen sicherer wird, wird in der Otto-Hahn-Straße in Dotternhausen eine Querungshilfe gebaut. Diese befindet sich auf Höhe der Ampel an der L 442 nahe der Lebensmittelmärkte. Die Umsetzung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Die Kosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro.

In Richtung Tübingen

Im Abschnitt der B 27 zwischen der Anschlussstelle Bodelshausen bis zum Ortseingang von Ofterdingen wird die Fahrbahndecke auf einer Länge von rund 3,2 Kilometern erneuert. Das trifft auch Pendlerinnen und Pendler aus dem Zollernalbkreis. Die Maßnahme ist für den Zeitraum von Juli bis Oktober 2026 geplant. Für die Belagsarbeiten zwischen der Anschlussstelle Bodelshausen bis zum Beginn der Vierstreifigkeit wird die Strecke halbseitig gesperrt. Der vierstreifige Bereich könne unter Aufrechterhaltung von je einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung saniert werden. Mit Rückstau ist trotzdem zu rechnen. Die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 1,6 Millionen Euro.

In Richtung Tuttlingen

Ab Ende Juni 2026 beginnt die Fahrbahndeckenerneuerung im Zuge der L 433 von der Kreisgrenze Tuttlingen und Zollernalbkreis bis Nusplingen, sowie im Zuge der L 440 von der Kreisgrenze Tuttlingen und Zollernalbkreis bis zur Einmündung in die L 433. Die Maßnahme wird je Teilabschnitt unter Vollsperrung durchgeführt. Für die Sanierung der gut 3,6 Kilometer langen Strecke sind Kosten von rund 1,2 Millionen Euro angesetzt. Im Zuge dessen wird auch der Radweg entlang der L 440 saniert. Hierfür sind Kosten von rund 50.000 Euro veranschlagt. Die Maßnahme ist für die Zeit zwischen Juni und August 2026 angedacht.