Das Straßennetz der Region ist weit verzweigt. Fast 700 Kilometer Straßen betreuen die Mitarbeiter des Straßenbauamtes im Landkreis – doch wo muss am dringendsten saniert werden? Das war jetzt Thema im Kreistag.
Durch den Schwarzwald-Baar-Kreis ziehen sich rund 190 Kilometer Bundesstraßen, 200 Kilometer Landesstraßen und schlängeln sich rund 300 Kilometer Asphalt, die als Kreisstraßen gewidmet sind.
Eine gewaltige Strecke, die zu sanieren ein Kraftakt ist. Deutlich wurde das auch am Montag in der Sitzung des Kreistags, wo das Straßenunterhaltungsprogramm jetzt wieder Thema war.
2024 – hier heißt es: Achtung, Baustelle!
Wo müssen sich Autofahrer im Laufe des Jahres 2024 auf Baustellen, Umleitungen und sonstige Beeinträchtigungen einstellen? Darauf lag ein besonderes Augenmerk während der Sitzung.
Viele Maßnahmen sind geplant – zehn größere an Kreisstraßen stehen beispielsweise aktuell auf der Agenda des Straßenbauamtes.
1. Die Fahrbahnerneuerung der Ortsdurchfahrt Fischbach-Sinkingen, auch als K 5720 bekannt, geht in den zweiten Bauabschnitt.
2. Nach einer Hangrutschung zwischen Achdorf und Eschach soll an der Kreisstraße K 5742 auf einer Länge von etwa 150 Metern eine Krainerwand hergestellt werden und wieder für mehr Sicherheit sorgen.
3. Dieselbe Kreisstraße wird zwischen Achdorf und Eschach auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern saniert – eine Fahrbahnerneuerung ist hier erforderlich.
4. Die Ortsdurchfahrt Riedöschingen, K 5755, muss erneuert werden.
5. Eine weitere Fahrbahnerneuerung betrifft eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Region: Die B523. Auch hier ist eine Fahrbahnerneuerung geplant – das Regierungspräsidium Freiburg sitzt bei dieser wichtigen Maßnahme mit im Boot.
2023 – ein arbeitsreiches Jahr
2023 wurde viel geschafft. Was genau, das wurde im Kreistag in Villingen präsentiert. Wichtige Knotenpunkte und Kreisverkehre in den Städten und Gemeinden des Schwarzwald-Baar-Kreises wurden saniert – der Bahnhofskreisel in Donaueschingen beispielsweise: ein Drittel, rund 62 000 Euro musste der Landkreis beisteuern. In St. Georgen mussten an den Knotenpunkten B33/L175 Ampelanlagen erneuert werden (Kostenpunkt: rund 200 000 Euro) und bei Sinkingen (Niedereschach) galt es, einen Amphibienschutz zu realisieren – der Landkreis musste dafür zusätzlich zu Landesfördermitteln 212 000 Euro investieren. Gemeinsam mit der Stadt Villingen-Schwenningen widmete sich der Kreis dem Radweg zwischen Rietheim und Marbach auf 630 Metern Länge. Ein Glücksfall: 85 Prozent Zuschüsse gab es vom Land – für Stadt und Kreis blieb es beim Einsatz von jeweils rund 100 000 Euro. Der neue 765 Meter lange und 2,5 Meter breite Radweg zwischen Donaueschingen und Aasen war sogar mit 90 Prozent bezuschusst worden – beim Landkreis verblieben Kosten in Höhe von 71 000 Euro.
An einigen bedeutenden Verkehrsachsen der Region gab es im vergangenen Jahr Neuerungen – an der B33 zwischen Bad Dürrheim und Villingen-Schwenningen wurde auf Höhe Marbachs eine neue Einfädelspur gebaut mit dem Ziel, den Verkehrsfluss auf der stark frequentierten Bundesstraße zu verbessern. Vor allem zu Stoßzeiten erhofft man sich hier eine Entzerrung. Kostenpunkt dieser Maßnahme: 78 000 Euro für die Rechtsabbiegespur aus Richtung Marbach auf die B33 sowie 52 000 Euro für die Sanierung der Fahrbahndecke.