Samara Bannikov begeistert die Zuschauer mit ihrer Luftakrobatik. Foto: Günther Wallburg

Akrobatik, Kunst, Musik und Shopping: Die Veranstaltung in der Calwer Innenstadt zieht mit abwechslungsreichen Angeboten und offenen Geschäften Tausende Besucher an.

Beim „Calwer Herbst“ waren am Donnerstag bis 17 Uhr in der gesamten Innenstadt wieder Marktstände mit den verschiedensten Waren zu finden, es wurden zahlreiche Mitmachaktionen angeboten, und Gastronomen wie Einzelhandelsgeschäfte luden am Feiertag zum Besuch und Einkehren ein. Die zwischenzeitlich überregional bekannte und beliebte Veranstaltung lockte auch diesmal wieder Tausende Besucher in die Innenstadt.

 

Bewusst auf lokale Akteure gesetzt

Seit 2019 organisiert der Calwer Gewerbeverein, traditionsgemäß am Tag der Deutschen Einheit, den „Calwer Herbst“. Bislang mit der Stadtverwaltung Calw zusammen. Dieses Jahr allerdings stemmten die beiden Vorsitzenden des Vereins, Jürgen Ott und Nicolai Stotz, das Projekt gänzlich allein, da der Posten der Citymanagerin derzeit unbesetzt ist.

Egal ob mit großen und kleinen Baggern fahren, große Baumaschinen bewegen, Entdecker-Quiz mit den Naturparkspürnasen lösen, Kirchturm besteigen, in Hüpfburgen toben, Spaß haben mit dem Spielemobil, einem riesigen Vintageflohmarkt für die ganze Familie und einem breiten Angebot an Verkaufsständen und kulinarischen Höhepunkten – es war für jeden etwas dabei.

Bewusst setzte man dieses Jahr bei der Auswahl der Angebote noch mehr als sonst auf lokale Akteure mit der Konsequenz, dass weniger überregionale Agenturen involviert und damit weniger Anbieter von außerhalb zum Zug kamen. Gleiches galt auch für die Künstler. Dennoch war das Angebot überwältigend.

An vielen Orten spielen Straßenmusiker

So zeigte die Künstlerin Samara Bannikov zusammen mit ihren Schülern unter großem Beifall musikalische Luftakrobatik, und in der Kulturapotheke gab es eine Vernissage „Schwarzwald Pop-Art“ mit Jan Walter, ebenfalls ein Calwer.

Am Stand der freien evangelischen Schule Calw können Kinder Kürbisse schnitzen. Foto: Günther Wallburg

Straßenmusiker spielten an vielen Orten, und vom unteren Ledereck angefangen bis über die Lederstraße, den Sparkassen- und Marktplatz bis hoch zur Altburger Straße duftete es wie bei einem Streetfood-Festival. Der besondere Hingucker fand sich zentral, in der Mitte des Geschehens: der Marktbrunnen, der herbstlich einladend mit vielen Kürbissen bestückt war. Gleich daneben: Kürbisschnitzen mit der freien evangelischen Schule Nordschwarzwald.

Aufpolierte Käfer erfreuten nicht nur die Oldtimerfans, und die vielen Flohmarktstände belebten die Szene. Auch die Holzbronner Backfrauen waren wieder mit Zwiebel- und Zwetschgenkuchen mit dabei.

Dass der 3. Oktober dieses Jahr auf einen Donnerstag fiel und möglicherweise einige den daraus resultierenden Brückentag für ein verlängertes Wochenende woanders nutzten, fiel nicht ins Gewicht. In der Hesse-Stadt war viel los.