Am Verkaufsautomat in der Rottweiler Volksbank gibt es Kritik. Foto: Weber

„Bio von hier“, prangt auf einem Plakat, das neben dem Verkaufsautomaten „Xäls-O-Mat“ in der Volksbank Rottweil steht. Doch über die Regionalität wurde viel diskutiert.

Am „Xäls-O-Mat“ in der Hauptgeschäftsstelle der Rottweiler Volksbank in der Hochbrücktorstraße gibt es Kritik.

 

Von anderen Verkaufsautomaten unterscheidet den Automat, dass alle Produkte, die dort verkauft werden, von Partnerbetrieben der Xäls-Genossenschaft kommen, die sich durch eine biologische und regionale Landwirtschaft auszeichnen. Kurz nach Positionierung des Automaten wurde jedoch schnell Kritik laut, dass sich keine Rottweiler Produkte im Sortiment befänden. Daraufhin meldete sich Kai Bendziula, Entwicklungskoordinator bei „Xäls“, beim Schwarzwälder Boten, um nach eigenen Aussagen die Verbraucherseite und die Kundschaft aufzuklären.

Verkaufsautomat soll Bekanntheit fördern

Der Verkaufsautomat in der Volksbank sei ihr erster Automat und ein Versuch, „Xäls“ auch über Tübingen hinaus, wo die Genossenschaft gegründet wurde, bekannter zu machen. Schade sei nämlich, so Bendziula, dass bisher nur wenige Betriebe aus dem Kreis Rottweil als Partnerbetriebe bei „Xäls“ eingestiegen seien. Das Problem sehe er hierbei nicht etwa in einem Mangel an biologisch wirtschaftenden Betrieben in der Region – im Gegenteil: es gebe auch im Kreis Rottweil sehr viele biologisch wirtschaftende Betriebe. Viel eher müsse man an der Bekanntheit der Genossenschaft arbeiten, was einer der größten Beweggründe für die Anbringung des „Xäls-O-Mat“ war. Gleichzeitig wolle man mit dem Automaten auch „eine gute Grundversorgung“ ermöglichen – gerade auch am Wochenende, wo andere Läden geschlossen haben.

Zwei Partnerbetriebe aus dem Kreis Rottweil

Aus dem Kreis Rottweil seien bisher nur der „b2 Biomarkt“ und der „Demeterhof Häckele“ Teil der Genossenschaft. Natürlich sind auch Produkte dieser beiden Anbieter im Sortiment des Verkaufsautomaten enthalten. So findet man Eier aus Freilandhaltung vom „Demeterhof Häckele“ im Automaten. Genauso werden Produkte der Marke „Fischermühle“ verkauft, welche ein Untermarkt des b2 sei.

Vernetzung und Kooperation

Insgesamt habe die Genossenschaft aktuell 12 Partnerbetriebe – von Landwirten bis hin zu Händlern und Verbrauchern. Die Grundidee sei, „Bio-Betriebe aus der Region zu vernetzen und die Kooperation untereinander zu fördern.“ Ein aktuelles Beispiel fällt Bendziula auch ein: Im Sommer des vergangenen Jahres hatte einer ihrer Partnerbetriebe zu viele Tomaten. Dank der Kooperation konnte dieser an b2 vermittelt werden, die dann in ihrem Bistro die Tomaten zu Tomatensoße und weiteren Tomatengerichten verarbeitet habe. So konnte schnell eine Lösung gefunden werden und keine Tomate musste weggeworfen werden.

Auf den ersten Blick scheint die Wahl des Standorts – nämlich in der Hauptgeschäftsstelle der Volksbank – ungewöhnlich. Allerdings erklärt Bendziula, dass sich das zufällig ergeben habe. Die Volksbank, ebenfalls eine Genossenschaft, stehe für die „gleichen Ideale und Werte“ wie „Xäls“: Nachhaltigkeit und regionale Landwirtschaft.