Die Stadt kauft das alte Pfarrhaus neben der Kirche St. Valentin in Waldmössingen. Foto: Herzog

Die Stadt wird das alte Pfarrhaus der Kirchengemeinde „St. Valentin“ Waldmössingen erwerben. Der Kaufvertrag soll noch diesen Monat unterzeichnet werden.

Ortsvorsteher Reiner Ullrich erinnerte in der Sitzung des Ortschaftsrats Waldmössingen an einen Beschluss des Ratsgremiums in der Mai-Sitzung vergangenen Jahres, der Katholischen Kirchengemeinde ein Kaufangebot zu unterbreiten. Dies sei erfolgt und der Kirchengemeinderat habe das Kaufangebot angenommen.

 

Da der Verkauf der Immobilie an die Stadt Schramberg unter einem erzielbaren Marktpreis erfolge, verlange die Diözese Rottenburg-Stuttgart eine vertragliche Absicherung von der Stadt, das Gebäude für die Erledigung öffentlicher Aufgaben zu erwerben und zu nutzen, schilderte Ullrich.

Kein Spekulationsobjekt

Die auf zehn Jahre befristete Absicherung im Kaufvertragsentwurf diene ferner dazu, dass das ehemalige Pfarrhaus nicht zu einem Spekulationsobjekt verkomme.

Für die Immobilie habe es auch ein privates Kaufinteresse zum Marktpreis gegeben, der Kirchengemeinderat habe jedoch mit seiner Verkaufsentscheidung die Stadt als Käufer favorisiert, informierte der Ortsvorsteher. In einem Schreiben vom Dezember 2023 habe die Diözese ihre Zusage bekundet, das Gebäude unter Marktwert an die Stadt zu verkaufen.

Vereine haben Interesse

Seitens der Ortsverwaltung seien mehrere Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen. Beispielsweise hätten mehrere Vereine (Narrenzunft, Feuerwehr, Akkordeonorchester, Skatclub) Raumbedarf bei der Ortsverwaltung geltend gemacht.

Auch Flüchtlinge denkbar

Andererseits benötige die Stadtverwaltung noch Räume für die Anschlussunterbringung von Geflüchteten und Asylsuchenden.

Der Fachbereich für Kultur und Soziales habe hierzu bereits bei der Ortsverwaltung angefragt, berichtete Ullrich. Einstimmig befürwortete der Ortschaftsrat den Kaufvertragsentwurf und beauftragte die Verwaltung, den Beschluss vom Mai 2023 umzusetzen. Den Kontrakt sollen in Person Pfarrer Christian Albrecht und Ortsvorsteher Reiner Ullrich unterschreiben.