Ein junger Mann soll einen 65-Jährigen mit einem Messer niedergestochen haben. (Symbolbild) Foto: eliosdnepr - stock.adobe.com

Im vergangenen Dezember wurde ein Mann im Wildberger Stadtteil mutmaßlich gewaltsam getötet. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft eine Totschlag-Anklage gegen einen jungen Mann.

Im vergangenen Dezember wurde in Effringen ein Toter aufgefunden. Wie sich bald herausstellte, war der 65-Jährige war keines natürlichen Todes gestorben. Nur vier Tage später vermeldete die Polizei, dass ein Tatverdächtiger ausgemacht wurde. Ein 19-Jähriger war in Untersuchungshaft gebracht worden.

 

Nun hat die Staatsanwaltschaft Tübingen ihre Ermittlungen zum Fall soweit abgeschlossen, dass sie Anklage bei der Jugendkammer am Landgericht Tübingen erhebt. Die Liste der angeklagten Taten hat es in sich. 13 Vorwürfe werden dem jungen Mann zur Last gelegt, wie die Pressestelle des Landgerichts auf Anfrage mitteilt.

Junger Mann soll mehrfach mit Messer zugestochen haben

Im Zentrum steht der Fall in Effringen: Der junge Mann soll gemeinsam mit dem 65-Jährigen getrunken und schließlich mehrfach mit dem Messer auf ihn eingestochen haben. Der Mann verstarb laut Anklage infolge der Stiche. Nun wird der junge Mann wegen Totschlags angeklagt.

Der Fall wird nun am Landgericht in Tübingen verhandelt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Außerdem legt ihm die Staatsanwaltschaft Diebstahl, Körperverletzung in Tateinheit mit Erpressung, unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln sowie Diebstahl- und Straßenverkehrsdelikte zur Last, heißt es in der Antwort vom Landgericht.

Die Staatsanwaltschaft selbst nannte in ihrer Antwort auf die Anfrage unserer Redaktion schweren Wohnungseinbruchdiebstahl. Ein mögliches Motiv und genauen Tathergang wollten die Behörden vor der Verhandlung noch nicht bekanntgeben.

Laut den Ermittlern sollen sich der mutmaßliche Täter und der Verstorbene gekannt haben. Ursprünglich war die Wohnung geöffnet worden, weil davon auszugehen war, dass sich der 65-Jährige in einer hilflosen Lage befinden könnte.

Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage angesetzt. Der Auftakt ist am 17. Juni um 9 Uhr. Werden alle Verhandlungstage benötigt und keine weiteren angesetzt, wird der Prozess voraussichtlich Ende Juli enden.