VfB-Linksverteidiger Borna Sosa (re.) dreht seine Runden mit Athletiktrainer Martin Franz. Foto: Baumann

Vom 3. Mai an gelten für die Stuttgarter wie für sämtliche Clubs der ersten und zweiten Liga neue Verhaltensregeln. Die betreffen auch Borna Sosa, der nach seiner Verletzung Fortschritte macht.

Stuttgart - Die beiden zurückliegenden freien Tage haben den Spielern des VfB gutgetan, ehe die Mannschaft am Mittwoch um 15 Uhr erstmals nach dem 0:2 von Leipzig den Trainingsplatz betritt. Das Wetter hat gepasst und spielt auch mit, als sich die Profis mit ihrem Trainer Pellegrino Matarazzo auf dem grünen Rasen ihrer Arbeit widmen.

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Wie gewohnt ist das Team sowie sein Trainer- und Betreuerstab dabei vom Rest der Außenwelt abgeschottet. Immerhin dürfen die Pressefotografen für ihre Bilder auf der Terrasse des VfB-Clubrestaurants in Position gehen. Dieses Szenario gehört längst zum Alltag inmitten des Hygienekonzepts, welches die sogenannte „Task Force Sportmedizin/Spielbetrieb“ der Deutschen Fußball Liga (DFL) den 36 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga im Frühjahr des vergangenen Jahres verordnet hat.

Die Zügel werden angezogen

An diesem Donnerstag und Freitag wird beim VfB mit Blick auf das Bundesliga-Heimspiel am übernächsten Freitag, 7. Mai, (20.30 Uhr) gegen den FC Augsburg erneut trainiert, dann haben die Stuttgarter Fußballer aufgrund der Partien im Halbfinale des DFB-Pokals am Wochenende frei, ehe die DFL am 3. Mai die Zügel weiter anzieht.

Es gab eine Menge zu akzeptieren für die Herren Profifußballer in der Pandemie, damit wenigstens vor leeren Rängen gespielt werden konnte. Tägliche Tests gehören da inzwischen wie selbstverständlich dazu. Vom kommenden Montag an kommt nun eine neue Begrifflichkeit verbunden mit neuen Auflagen dazu: die sogenannte Quasi-Quarantäne der DFL.

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Vom 3. Mai an dürfen die Spieler daher nur noch engen Kontakt mit den Personen ihres Haushalts haben – und sie dürfen nur noch zwischen ihrer Wohnung, dem Training und an Spieltagen dem Stadion pendeln. Auch Joggen und Spazierengehen ist dann noch drin – Einkaufen schon nicht mehr.

Um in der finalen Phase, den beiden abschließenden Bundesliga-Spieltagen am 15. und 22. Mai, dann aufgrund des engen Terminplanes gar nichts mehr zu riskieren, werden die Restriktionen vom 12. Mai an noch einmal nachgeschärft. Dann findet der Alltag für die VfB-Profis mit Training, Pflege und Mittagessen zwar weiter auf dem Clubgelände statt. Die restliche Zeit wird in der zehntägigen finalen Phase aber im Hotel verbracht. Aller Voraussicht nach logiert der VfB dann abgeschottet im Waldhotel in Degerloch. Immerhin Tennisspielen im Freien ist dann zusätzlich noch drin.

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Daran könnte dann auch Borna Sosa Spaß haben, der nach seiner Kapselverletzung im Knie körperlich auf einem guten Weg ist. So hat der VfB einen Einsatz des Kroaten am übernächsten Freitag gegen Augsburg als „realistisches Ziel“ ausgegeben. Im Training wird der Linksfuß, dessen Flankenläufe zuletzt schmerzlich vermisst wurden, aktuell Schritt für Schritt herangeführt.

Der Einsatz von Gonzalez wackelt

Größere Fragezeichen gibt es da bei Nicolas Gonzalez, weil sich der Stürmer nach einem positiven Coronafall in seiner Reha-Gruppe noch bis Freitag in Quarantäne befindet. Danach soll der Fitnesszustand des 23-Jährigen, der sich zu Hause auf dem Ergometer fit hält, untersucht werden. Obendrein wird die Heilung des Muskelfaserrisses im Oberschenkel bei Gonzalez per Kernspintomografie überprüft. Gibt es in beiden Fällen grünes Licht, hätte der Angreifer aber nur eine Woche Zeit, um seinen fußballerischen Rückstand aufzuholen. Daher wackelt sein Einsatz gegen Augsburg.

Klar ist derweil, dass Orel Mangala nach seiner Oberschenkelverletzung noch mehr Zeit braucht. Gegen den FCA kann der defensive Mittelfeldspieler aus Belgien daher auf keinen Fall auflaufen.

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