Die Fläche, auf der die Hochhäuser in der Lindenstraße stehen, ist gemessen am Bodenrichtwert die wertvollste Wohnlage in der Gesamtstadt Rosenfeld. Foto: /Wolf-Ulrich Schnurr

Ein Vergleich der Bodenrichtwerte zeigt, in welchen Gebieten von Rosenfeld und Geislingen man am teuersten wohnt.

Seit dem 1. Januar gilt das neue Landesgrundsteuergesetz. Es regelt, wie in in Baden-Württemberg die jährliche Steuer für Grundstücke berechnet wird.

 

In diesem Zusammenhang sind auch die Bodenrichtwerte wieder in den Fokus des Interesses gerückt. Diese richten sich unter anderem nach den in einem bestimmten Bereich gängigen Verkaufspreisen für Grundstücke.

Für Rosenfeld und Geislingen berechnet sie seit 2022 der Gutachterausschuss Mittelbereich Balingen. Dieser ist auch für Balingen, Dautmergen, Dormettingen, Dotternhausen, Hausen am Tann, Ratshausen, Schömberg, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg zuständig.

Die derzeit gültigen Werte wurden bereits im November 2023 beschlossen. Sie können, wie auch die Zahlen früherer Jahre, im Bodenrichtwertinformationssystem Baden-Württemberg (BORIS) recherchiert werden.

Auf diese Weise lässt sich auch für Rosenfeld und Geislingen herausfinden, welche Wohnlagen am wertvollsten sind – beziehungsweise am teuersten. Generell sind die Grundstückspreise im ländlichen Raum noch vergleichsweise niedrig; das gilt auch für die beiden Nachbarstädte.

Rosenfeld

Der Blick auf die Karte zu den Bodenrichtwerten für Rosenfeld bringt zwei Überraschungen: Den höchsten Wert in der Gesamtstadt weist diese mit 190 Euro je Quadratmeter für einen kleinen Bereich des Wohngebiets Großhalde II-Weingärten an der Kreuzung Lindenstraße/Hartweg aus. Dort stehen die Rosenfelder Hochhäuser.

Die zweitteuerste Gegend befindet sich im Teilort Brittheim: Für das kleine Neubaugebiet Turmstraße hinter der Allerheiligenkirche sind 170 Euro angesetzt. Dies erklärt sich aus der günstigen Lage – in einem ruhigen Ort und trotzdem nicht weit von der Autobahn 81 entfernt.

Auf Platz 3 landet das Wohngebiet Rosenfeld-West entlang der Silcherstraße. Die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, großen Arbeitgebern und der Ausfallstraße Richtung Kreis Rottweil dürfte für den berechneten Wert von 145 Euro verantwortlich sein.

Geislingen

In Geislingen finden sich die drei wertvollsten Flächen allesamt in der Kernstadt. In Binsdorf und Erlaheim liegen die Richtwerte nirgendwo höher als 110 Euro.

Spitzenreiter ist das in den Jahren 2004 und 2005 erschlossene Wohngebiet Weiherhalde mit 160 Euro je Quadratmeter. Gleichauf dahinter liegen mit jeweils 150 Euro zwei ältere Wohngebiete: die Beinleshalde zwischen Rosenfelder und Preßstraße sowie der größte Teil des Ellenbergs zwischen Ostdorfer Straße und dem Riedbach.

Entwicklung

Die im vergangenen Jahr erschlossenen oder geplanten Neubaugebiete sind noch nicht im Informationssystem erfasst. Auch fehlen Vergleichswerte – die Zahlen der bis 1. März 2022 unabhängigen Gutachterausschüsse in Rosenfeld und Geislingen hält BORIS nicht bereit. Wenn voraussichtlich zum Jahresende die neuen Richtwerte beschlossen werden, lohnt sich wieder ein Blick darauf.

Wieviel Grundsteuer Eigentümer bezahlen müssen, hängt ohnehin von der Grundstücksgröße und den Hebesätzen ab. Letztere haben die Gemeinderäte Ende vergangenen Jahres neu festgesetzt: Für Geislingen liegt die Grundsteuer B bei 305 von Hundert, für Rosenfeld bei 325 von Hundert.