Nach jahrelangem Genehmigungsverfahren soll die Erdaushubdeponie im Gewann Mesmerwäldle in Neuhausen reaktiviert und erweitert werden.
Um die Wiederinbetriebnahme und Erweiterung der Erdaushubdeponie im Gewann Mesmerwäldle auf Gemarkung Neuhausen ging es im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr.
Für das seit 2012 laufende Verfahren ging die Genehmigung erst jetzt Anfang November ein, wie Bürgermeister Fritz Link berichtete. Erfreulich sei die Umsetzung nach altem Recht, ohne einen „Riesenaufwand für die Abdichtung“.
Mit der geplanten östlichen Erweiterung stehen insgesamt 6,7 Hektar Fläche mit einem Volumen von 194 000 Kubikmeter zur Verfügung, so Martin Mundweiler vom Ingenieurbüro Greiner aus Donaueschingen. Das soll für 25 bis 40 Jahre reichen. Die neue Fläche wird abschnittsweise nach Bedarf erschlossen.
Laut Gutachten ist die Gefährdung der meisten Tierarten ausgeschlossen, das nebenan liegende Vogelschutzgebiet nicht beeinträchtigt. Die Böschungen sollen relativ flach sein, damit die Deponie besser ins Landschaftsbild passt, die Bewirtschaftung einfacher ist.
Missbrauch verhindern
Für Verwirrung sorgte, dass das Landratsamt in der Genehmigung erklärte, Erde aus Königsfeld und Mönchweiler könne ohne Analysen abgeladen werden. Link stellte klar, dass sich das nur auf die ähnliche Bodenbeschaffenheit beider Orte bezieht, man aber ausschließlich Aushub aus Königsfeld annehmen will.
Eigentlich untersagt ein Erlass von 2024 auch das Abliefern belasteten Aushubs, die Gemeinde stellte aber noch 2023 den Antrag für die Deponie, so Mundweiler. Deshalb darf Material nach den ortsüblichen Gegebenheiten mit natürlichem Arsen belastet sein. Bauschutt aber ist nicht erlaubt. Um Missbrauch zu verhindern soll die Deponie teilweise eingezäunt werden.
Gemeinde als Betreiber
Auf Nachfrage von Sabine Schuh, Ortsvorsteherin von Neuhausen, erklärte Mundweiler, dass bei der Annahme eine Plausibilitätsprüfung sowie eine sensorische Kontrolle erfolgen muss, bei Auffälligkeiten eine Untersuchung des Materials. Dieses kann sowohl von Unternehmen als auch Privatleuten abgeladen werden.
Laut Link will die Gemeinde zwar als Betreiberin auftreten, die Bewirtschaftung aber einem Privaten überlassen. Das Verfahren soll im Laufe des Jahres auf den Weg gebracht werden. Für die nun nötigen Maßnahmen sind im Haushalt 36 000 Euro eingestellt. Der Ausschuss stimmte der Wiederinbetriebnahme der Erddeponie zu.