Der Rottweiler Verein muss aufgrund des Mitgliedermangels Konsequenzen ziehen. „Es gibt einfach keinen Nachwuchs“, sagt der Vorsitzende Klaus Günthner.
Den Fanfarenzug Rottweil 1978 gibt es nicht mehr. Der Verein musste aufgrund von Nachwuchs- und Mitgliedermangel aufgelöst werden. „Das tut echt weh, aber es ging jetzt nicht mehr anders“, bedauert der Vorsitzende Klaus Günthner.
Bereits im vergangenen Jahr bei der Hauptversammlung hatte der Verein den Schritt angekündigt, kürzlich wurde er vollzogen. „Wir sind alle um die 70 und es gibt einfach keinen Nachwuchs“, bedauert Günthner.
Mit Bürgerwehr beim Stadtfest
Dabei habe man über die Jahre immer wieder Jugendliche ausgebildet, informiert der ehemalige Vorsitzende, der auch Präsident des Landesverbandes für Spielmanns- und Fanfarenzüge Baden-Württemberg war, hier aber seinen Posten abgegeben hat.
Der Fanfarenzug wurde ursprünglich 1978 als Abteilung der Historischen Bürgerwehr gegründet und war bei entsprechenden Veranstaltungen auch immer mit der Bürgerwehr unterwegs, beispielsweise beim Rottweiler Stadtfest. Noch im vergangenen Jahr war der Fanfarenzug – bereits hier in sehr kleiner Besetzung – im Mai beim Straßenfest am Omsdorfer Hang dabei.
Das Jubiläum fällt aus
Im Jahr 2003 hatte sich der Fanfarenzug als eigenständiger Verein gegründet. Aber mit gerade mal drei oder vier Trommlern und lediglich zwei Fanfaren mache das alles keinen Sinn mehr, so Klaus Günthner, der hofft, dass die Uniformen wenigstens weitergenutzt werden können. Hier sei man gerade mit dem Verein Kaiserliches Hofgericht im Gespräch.
Im Jahr 2028, pünktlich zur Landesgartenschau, hätte der Fanfarenzug seinen 50. Geburtstag feiern können, doch es hat nicht sollen sein.