Ablöse beim zweiten Vorsitzenden: Daniel Reiner (links) übernimmt das Amt von Jürgen Götz (Mitte); rechts Vorsitzender Alexander Fichter Foto: KSV

Die Tennenbronner Ringer ehren langjährige Mitglieder und bereiten einen bedeutenden Trainerwechsel vor.

Der KSV Tennenbronn hat seine Jahresversammlung abgehalten und dabei auf ein bewegtes Jahr zurückgeblickt. Zu Beginn stellte Andreas Hezel das neu entwickelte Schutzkonzept des Vereins vor, das zeitnah auf der KSV-Homepage veröffentlicht werden soll. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen dauerhaft eine sichere Vereinsumgebung zu bieten.

 

Vereinsvorsitzender Alexander Fichter ließ in seinem Bericht das Jahr 2025 und insbesondere das 100-jährige Vereinsjubiläum Revue passieren. Höhepunkt war das Festwochenende im Mai mit einem Freundschaftskampf gegen eine Regionalauswahl, einer Rocknacht sowie dem Festtag mit Bewirtung, Ansprachen und musikalischer Umrahmung. Ergänzt wurde das Programm durch einen eigens produzierten Film und eine Ausstellung historischer Ringerpässe. Fichter dankte den zahlreichen Helfern, die das Jubiläum möglich gemacht hatten.

Mit Blick auf die Zukunft sieht sich der Verein dank stabiler Sponsorenstrukturen sowie engagierter Trainer und Ehrenamtlicher gut aufgestellt. Herausforderungen bleiben die Neuausrichtung des Sponsorings und die geplante Erneuerung des Mannschaftsbusses.

Nach dem Kassenbericht folgten die Berichte aus den Abteilungen. Die Krabbelgruppe sowie die Eltern-Kind-Turngruppe erfreuen sich weiterhin großer Nachfrage, ebenso die Bambinigruppe, in der erste sportliche Grundlagen vermittelt werden.

Umstrukturierungen

Im Schüler- und Jugendbereich berichteten die Trainer Sven Jager und Fabian Reiner von positiven sportlichen und persönlichen Entwicklungen. Neben Kooperationen mit umliegenden Vereinen wurden zahlreiche Ausflüge und Turnierteilnahmen hervorgehoben. Besonders erfreulich war der Gewinn eines deutschen Meistertitels durch Lewis Keysan.

Durch den Rücktritt von Daniel Reiner als Schülertrainer wird es im kommenden Jahr zu Umstrukturierungen kommen. Mit Ralph Oehl und David Brenn steigen zwei neue Trainer ein, um die Nachwuchsarbeit fortzuführen.

Aktiventrainer Matthias Brenn zog eine insgesamt positive Saisonbilanz. Trotz personeller Ausfälle erreichte die Mannschaft einen starken vierten Tabellenplatz. Nach 25 Jahren endet jedoch seine Trainertätigkeit. Seine Nachfolge übernimmt Stefan Moosmann, der Brenn zunächst in einem Übergangsjahr begleiten wird. Moosmann war unter anderem Trainer bei der Bundesligamannschaft RKG Freiburg 2000 sowie beim Südbadischer Ringerverband. Die zweite Mannschaft startet nach dem Abstieg neu in der Bezirksliga und wird künftig von Mannschaftsführer Adrian Stockburger angeführt.

Neben dem Ringkampfsport hat sich der KSV auch als Anlaufstelle für Freizeitsport etabliert. Sonja Hils und Berthold Stockburger berichteten von gut besuchten Sportgruppen. Neu hinzukommt eine Artistik-Gruppe für Kinder ab zehn Jahren, für die bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen.

Ehrungen

Nach der Ansprache eines Vertreters der Ortsverwaltung folgten Ehrungen: Karin Moosmann wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Ralf Pfaff und Helga Nagel nach 40 Jahren zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Bei den anschließenden Wahlen wurden Hans-Ulrich Leusmann (zweiter Geschäftsführer), Frank Silberhorn (zweiter Kassierer) sowie die Beisitzer Matteo Lehmann, Jürgen Silberhorn und Matthias Pfaff einstimmig wiedergewählt. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Reiner, der auf Jürgen Götz folgt. Götz wurde aufgrund seines fast 50-jährigen Engagements als Sportler, Trainer, Kassierer und Vorsitzender zum Ehrenvorstand ernannt.

Zum Abschluss stimmte die Versammlung einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für Erwachsene und Familien um jeweils fünf Euro pro Jahr zu.