Das Publikum strömte zur Lokalschau des Kleintierzuchtvereins C 807 in Kandern. In der Umgebung gibt es immer weniger Kleintierzuchtvereine, bemerkt der Vorsitzende.
Die Züchter unter ihrem Vereinschef Gerhard Schmiedlin nutzten die Gelegenheit, um kräftig die Werbetrommel zu rühren. So erfuhren die Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, viel über die tägliche Versorgung der Tiere und die damit verbundene Verantwortung. Mit fünf Jungzüchtern sei der C 807 gut aufgestellt, ferner gibt es 30 Aktive.
Schmiedlin war sehr zufrieden, dass die Züchter mit insgesamt rund 90 Hühnern und Wassergeflügel zur Wertung angetreten sind. In der Prämierung waren ferner 82 Hasen in zwölf Rassen mit elf Züchtern. Mit dem Platzangebot sei man hiermit bereits an der oberen Grenze angelangt. Der Kanderner Kleintierzuchtverein hat als Vereinsmitglieder auch Züchter aufzuweisen, die aus der weiteren Region stammen. Zunehmend weniger Lokalschauen gebe es regional, die gemeinsam Geflügel und Kaninchen präsentieren.
Ohnehin ist der Verein sehr rührig, im Sommer erfolgt zusätzlich noch eine Jungtierschau. Schmiedlin erklärte: „Umliegend gibt es immer weniger Kleintierzuchtvereine, einer nach dem anderen beendet seine Tätigkeit.“ Dies sei auch bedingt durch die zunehmende Enge in den Städten und den nicht mehr vorhandenen Raum für die Ställe der Tiere. Zuletzt wisse man als städtischer Züchter auch nicht mehr, wohin mit dem Mist der Tiere.
Freude über das hohe Leistungsniveau
Schmiedlin und der zweite Vorsitzende Patrick Kurzbach freuten sich über das außergewöhnlich hohe Leistungsniveau. Beide sind selbst langjährige leidenschaftliche Züchter. Im nächsten Jahr feiert der Verein seinen 60. Geburtstag. Der 66-jährige Tannenkircher Gerhard Schmiedlin ist in seinem Vorstandsamt seit 25 Jahren aktiv und würde sich über eine Ablösung durch jüngere Aktive bei der Vorstandswahl im kommenden Jahr freuen.
Die Beschriftung der Käfige gab Erklärungen zu den verschiedene Rassen der Kaninchen, mit den Fachbezeichnungen Zwergwidder, Helle Großsilber, Deutsche Großsilber, Kleinsilber, Graue Wiener oder Blaue Holicer.
Die Bewertung und Ermittlung durch Kampfrichter erfolgte bereits am Vortag. Preisrichter waren Frank Mühlberger und Michael Weber (Kaninchen). Vereinsmeister für Kaninchen wurde Gerhard Schmiedlin mit Hellen Großsilber, zweiter wurde Thomas Schäcke mit Blauen Holicer. Vereinsmeister der Jugend wurden Luisa Scherrer und Jakob Schäcke. Der Wanderpokal für die fünf besten Tiere ging an Patrick Kurzbach mit Zwergwidder wildfarben. „Bester Rammler“ wurde der Zwergwidder schwarz-weiß von Niko Schmiedlin. In der Kategorie „Beste Häsin“ siegte die Helle Großsilber von Gerhard Schmiedlin. „Bester Rammler der Jugend“ ging an Luisa Scherrer, „Beste Häsin der Jugend“ ging an Jakob Schäcke.
Diverse Geflügelrassen und Kaninchen zu sehen
Ausgestellt wurden 16 Hühnerrassen und drei Wassergeflügelrassen. Vereinsmeister der Senioren wurde hier Lars Landrath mit Lakenfelder, Vereinsmeister wurde Franz Scherrer mit Welsumer. Jugend-Vereinsmeister wurde Noah Achhammer mit dem Antwerpener Bartzwerg, zweite Jugendvereinsmeisterin wurde Luisa Scherrer mit Brahma. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Jugendzüchter Leni Prauser mit Vorwerk und Noah Achhammer mit dem Antwerpener Bartzwerg.