Der Vorsitzende Robert Hasenfratz (Fünfter von links) gratuliert den Geehrten der Feuerwehrkapelle Pfohren: Andreas Fricker (von links), Detlef Krohn, Georg Hasenfratz, Florian Ulrich (alle 25 Jahre), Carla Reichmann (silbernes Leistungsabzeichen), Timon Zimmermann (20 Jahre) und Liam Schönher (Silber). Foto: Rainer Bombardi

Zukunft des Pfohrener Vereins auf stabilere Beine stellen: Der Vorstand plant hierzu unter anderem einen Strategieworkshop.

Ein Showkonzert, das in seinen Dimensionen in 25 Jahren weit über Pfohren hinaus geschätzt wird, eine Bläserjugend die mit 46 Jugendlichen für eine rosige Zukunft steht, und ein Engagement, das neue und bestehende Veranstaltungsideen in der Erfolgsspur hält: Das alles charakterisiert die Feuerwehrkapelle (FWK) Pfohren.

 

Der Vorsitzende Robert Hasenfratz zeigte in einem positiven Jahresrückblick am Beispiel von drei Ereignissen mögliche und notwendige Optimierungen auf. Das in diesem Jahr zum zweiten Mal in Kombination mit dem Angelverein im Zwei-Jahres-Rhythmus veranstaltete Fisch & Music-Festival an der Fischerhütte skizzierte er als einen Volltreffer.

Zimmer für Übernachtung gesucht

„Das Festival zeigt deutlich auf, dass wir auf eine zweite Veranstaltung angewiesen sind, wenn wir uns in Zukunft finanziellen Spielraum für den Kauf von etwa neuen Instrumenten oder Noten erhalten wollen“, ergänzte Robert Hasenfratz, diese Veranstaltung nicht nur lediglich als „nice to have“ zu beurteilen. „Es wäre schön, wenn spontan mehr Mitglieder ein Zimmer zur Übernachtung für unsere Gäste vom Schützenverein Ocholt gefunden hätten. Die Partnerschaft besteht 2027 seit 50 Jahren und wird in Ocholt gefeiert. Wir sind auch froh, wenn wir dann genügend Übernachtungsmöglichkeiten haben“, bat der Vorsitzende, dies beim nächsten Besuch im Vorfeld zu bedenken.

Wie bereits bei seinen beiden vorherigen Bemerkungen zu den Veranstaltungen lobte Hasenfratz auch das großartige Engagement und die Organisation des Showkonzerts. „Es war bereichernd, wie Alt und Jung die Bühne gerockt haben“, sagte Hasenfratz. Er beschrieb bezüglich der Showeinlagen die Einleitung einer Art Stabübergabe von der älteren an die junge Generation. Den einzigen Wermutstropfen sah er bei steigenden Kosten in einem abnehmenden Sponsoring. Deshalb bezeichnete er es als unerlässlich, sich für weitere Einnahmemöglichkeiten einzusetzen. „Wir planen in den nächsten Wochen im Vorstand einen Strategieworkshop durchzuführen, der sich mit der zukünftigen Ausrichtung des Vereins beschäftigt“, blickte Hasenfratz in die Zukunft. „Eines der Ziele ist es, die Tätigkeiten breiter zu fächern und die Mitglieder zu mobilisieren, sich stärker im Jahresverlauf zu engagieren.“

Mitglieder mobilisieren

Neu beabsichtigt die FWK, neben einem musikalischen Highlight im Frühjahr, auch mit Spezialproben wie etwa einer Probe im Garten des Vereinslokals für sich zu werben. Der Dirigent Alexander Wassylenko lobte eine bestens organisierte Kapelle. „Euer Engagement und die Ideen in Bezug auf die Ausbildung oder Durchführung von Veranstaltungen ermöglichen mir, mich auf das Musikalische zu konzentrieren“, lobte Wassylenko in seinem 17. Jahr als musikalischer Leiter die Kapelle. Er beschrieb die Fähigkeit, alle Altersgruppen in die Ideen einzubeziehen, und den Spaß am Musikmachen als außergewöhnlich.

Reichlich Lob gab es auch von Ortsvorsteher Gerhard Feucht, der das Showkonzert als eine Veranstaltung mit überregionaler Strahlkraft beschrieb. „Das Showkonzert hat eine Dimension erreicht, die seit 25 Jahren für Beständigkeit, Ausdauer und Kreativität steht“, fügte Feucht hinzu, dass die Feuerwehrkapelle einen wesentlichen Beitrag zu einem positiven Zusammenleben im Ort leistet.

Rund 160 Mitglieder

Die Feuerwehrkapelle
zählte im Vorjahr 158 Mitglieder, davon 55 Aktive, 46 in der Bläserjugend und 15 Ehrenmitglieder. Der durchschnittliche Besuch der 38 Proben betrug 74,7 Prozent. Die Kapelle hatte neun öffentliche Auftritte. Verbandsvertreter Martin Hornung ehrte Florian Ullrich, Andreas Fricker, Georg Hasenfratz und Detlef Krohn für 25 Jahre aktive Zugehörigkeit.