In Gruol folgt nach der Fasnetfreude die Bestürzung: Franz-Josef Schneider, langjähriger Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins, ist tot.
Am Donnerstag, 27. Februar, verstarb er mit nur 58 Jahren und nur wenige Wochen vor seinem 59. Geburtstag. Eine schwerwiegende Krankheit hat den Verstorbenen schon vor einigen Monaten heimgesucht und beeinträchtigt. Von dieser konnte er sich leider nicht mehr erholen.
Der am 29. März 1966 geborene Gruoler ist seit seiner Jugendzeit eng mit dem örtlichen Kleintierzuchtverein verbunden. Während der letzten Jahrzehnte bekleidete er viele verschiedene Funktionen im Verein.
Kleintierzuchtverein Gruol mitgeprägt
In dieser Zeit wurde das Vereinsheim in seiner heutigen Form gestaltet und auf dem angrenzenden Grundstück eine Vereinszuchtanlage mit sieben Häuschen errichtet. Weiter unterstützte Franz-Josef Schneider ein Landesjugendtreffen, welches im Jahr 1985 in Gruol mit mehreren Tausend Jugendlichen stattfand.
Im Jahr 2015 wurde Franz-Josef Schneider zum zweiten Mal zum Vorsitzenden des Kleintierzuchtvereins gewählt; dieses Amt hatte er bis zum heutigen Tag inne. Zusätzlich betreute er das Amt des Kaninchenzuchtwarts.
Tierschauen in Gruol genießen guten Ruf
In diesem Zeitraum kümmerte sich Franz-Josef Schneider um die Verwaltung und Betreuung der Züchterheims und der Zuchtanlage.
Zusätzlich erledigte er die Öffentlichkeitsarbeit vom Kleintierzuchtverein, sowie die Koordination im heimatlichen Vereinswesen. Eine gute Vereinskameradschaft lag ihn im stets am Herzen.
Dem Verstorbenen und seinen Mitstreitern ist es gelungen, alle 14 Tage den in Gruol traditionellen Börsenbetrieb aufrecht zu erhalten. Zudem sind die beiden jährlichen Kleintier-Ausstellungen in Gruol von der Tierqualität und -quantität im weiten Umkreis in Züchterkreisen beliebt.
Im Im- und Ausland Erfolge gefeiert
Mit seinen beiden Kaninchenrassen Marburger Feh und Luxkaninchen war er über die Landesgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Als Spezialzüchter war er seit mehreren Jahren im württembergischen Feh- und Luxclub landesweit und überregional aktiv.
Er konnte während der letzten Jahrzehnte auf der Europaschau, auf Bundes-, Landes- und Kreisschauen mehrere große Preise, wie Sieger- und Meistertitel erwerben.
Ein so aktiver und erfolgreichen Züchter und Funktionär wird im Verein nur schwer zu ersetzen sein, darin sind sich die Vereinsführung und Mitglieder einig. Mit den Gruoler Kleintierzüchtern trauern die Familie und alle die Franz-Josef Schneider kannten und schätzten. Die Trauerfeier findet am Montag, 10. März, um 13 uhr in der Clemenskirche in Gruol statt. Anschließend ist Beerdigung auf dem Friedhof.