Die Jugendlichen des Projektjugendorchesters Sulgen/Eschbronn nach ihrer ersten gemeinsamen Probe. Foto: Jugendleitung

Mit einem Projektjugendorchester bündeln die Musikvereine Sulgen, Locherhof und Mariazell ihre Nachwuchsarbeit.

Ein neuer Klangkörper entsteht: Mit einem gemeinsamen Projektjugendorchester schlagen die Jugendkapelle Sulgen und das Jugendorchester Eschbronn ein neues Kapitel in der Nachwuchsarbeit auf. Vergangenen Freitag, direkt nach den Osterferien, trafen sich die jungen Musikerinnen und Musiker zur ersten Probe im Probelokal des Musikvereins Sulgen – ein Auftakt, der Lust auf mehr machte.

 

Langfristige Kooperation

Rund 30 Jugendliche aus Mariazell, Locherhof und Sulgen gehören dem neu formierten Orchester an. Sie alle verbindet die Freude an der Musik – und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Denn die Idee hinter dem Projekt entstand aus einer ganz praktischen Herausforderung: Für sich allein war es für die einzelnen Vereine zunehmend schwierig geworden, eine spielfähige Besetzung aus dem eigenen Nachwuchs zu stellen.

Die Verantwortlichen der Jugendarbeit reagierten darauf mit Zusammenarbeit statt Konkurrenz. Gemeinsam entwickelten die Musikvereine Sulgen, Locherhof und Mariazell das Konzept eines Projektjugendorchesters – zunächst als zeitlich begrenzte Lösung, zugleich aber mit dem Blick auf eine mögliche langfristige Kooperation.

Wöchentliche Proben

Bis zu den Sommerferien wird nun wöchentlich gemeinsam geprobt. Ziel ist es, nicht nur musikalisch zusammenzuwachsen, sondern auch den Austausch zwischen den Jugendlichen zu stärken. Erste Auftritte sind bereits fest eingeplant: Bei Veranstaltungen der beteiligten Vereine wird sich das Orchester mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm präsentieren.

Positive Resonanz

Die musikalische Leitung übernimmt Stefan Hauser, Dirigent des Musikvereins Sulgen. Schon bei der ersten Probe gelang es ihm, aus der großen Besetzung einen ausgewogenen und vielversprechenden Klangkörper zu formen. Entsprechend positiv fiel die Resonanz aus: Die Jugendlichen zeigten sich motiviert und neugierig auf die gemeinsame Probenphase.

Das Projekt ist Teil des Programms „Kultur.verbindet“ im Rahmen des Förderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ – und steht beispielhaft dafür, wie kulturelle Zusammenarbeit neue Impulse setzen kann.