Neue Regelungen für die Nutzung des Triberger Kurhauses hat der Gemeinderat beschlossen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Triberger Vereinen ist bis dato die kostenfreie Nutzung des Kurhauses gestattet – für die Hauptversammlung, einmal pro Jahr. Der Gemeinderat hat neue Regeln beschlossen.

In den beiden vergangenen Jahren waren es gerade mal zwei Hauptversammlungen, die im Kurhaus stattfanden.

 

Mike Mauscherning (SPD) hatte daher vor einiger Zeit eine andere Idee. Für die Triberger Vereine habe er darum gebeten, dass diese Regelung nicht nur Hauptversammlungen betreffen sollten, sondern dass diese ganz allgemein eine Veranstaltung pro Jahr kostenfrei durchführen können.

Dies will die Stadtverwaltung nun ermöglichen – mit Ausnahme der Küche, deren Nutzung weiterhin gebührenpflichtig ist und je nach Nutzung zwischen 123 (nur Getränkeausgabe) und 276 Euro (Getränkeausgabe und komplette Küche) kostet.

Miete für das Haus je nach genutzten Räumen

Die Miete für das Haus selbst ist sehr differenziert – je nach genutzten Räumen. Sie beginnt (für Vereine) bei 59 Euro (Foyer), geht auf 123 Euro für die kleinen Räume und endet bei Nutzung aller Räume des Hauses mit 1009 Euro – jeweils brutto.

Wollen Bürger das Kurhaus privat nutzen, kostet das etwas mehr. Hier sind die kleinen Räume (Fréjus und Schnitzer-Sepp) mit je 119 Euro am günstigsten, der Kursaal mit Bühne liegt bei 624, das gesamte Haus bei 1695 Euro. Die allgemeine Miete – auch für Außenstehende liegt mit maximal 2434 Euro noch einmal deutlich darüber.

Werden die Räumlichkeiten an mehreren zusammenhängenden Tagen genutzt, ermäßigt sich die Miete um 25 Prozent. Für gewerbliche Verkaufsveranstaltungen kann die Miete bis zu 50 Prozent erhöht werden.

Der Hausmeister muss bezahlt werden

Zusätzliche Leistungen kosten extra. So ist die Anwesenheit des Hausmeisters für die Übergabe wie die Abnahme der Räume inkludiert, allerdings kosten darüber hinaus gehende Zeiten 50 Euro netto.

Künftig wird also, so der Vorschlag der Verwaltung, Triberger Vereinen und Institutionen die Raummiete für eine Veranstaltung jeglicher Art pro Jahr erlassen. Darüber hinaus gilt weiterhin die Regelung, dass diese für „echte“ Jubiläumsveranstaltungen (25/50/75/100 Jahre und so weiter) ebenfalls keine Miete bezahlen.

Frei sein sollen ebenfalls einmal pro Jahr Veranstaltungen von politischen oder kirchlichen Institutionen und Wohlfahrtsverbänden, dazu sind auch Kindergarten- oder Schulveranstaltungen kostenfrei.

Klaus Wangler (CDU) betonte, hier habe die Verwaltung „sehr schön mitgedacht“ und eine weitere sinnvolle Förderung der Vereine in die Wege geleitet. Michael Hummel (FWV) freute sich – diese Regelung komme Vereinen und Interessengemeinschaften direkt zugute. Mike Mauscherning sah darin eine Stütze auch für das Ehrenamt, fragte jedoch nach, ob dies auch die Ortsteile betreffe.

Diese, so wusste Bürgermeister Sven Ketterer, hätten für ihre eigenen Räumlichkeiten eigene Regeln, allerdings komme dies auch der Trachtenkapelle Gremmelsbach zugute, die einmal jährlich ihr Frühlingskonzert abhalte.

Kaffeetassen sind zu klein

Sandra Sieber (FWV) hatte jedoch ein zusätzliches Anliegen: Wenn man bei Veranstaltungen Kaffee anbiete, habe man immer ein schlechtes Gewissen wegen des Preises, die kleinen Tassen seien dabei wenig hilfreich – „könnten wir dem Kurhaus nicht Triberg-Kaffeebecher spendieren“, fragte sie nach. Man habe bereits begonnen, die Bestände zu tauschen, erfuhr sie vom Bürgermeister.

Der Gemeinderat gab mit einem einstimmigen Votum sein Einverständnis für die Vorlage und setzt somit die neuen Regelungen um.