Die Segelflieger auf dem Wächtersberg verloren über die Jahre einige Mitglieder. Umso besser wäre ein möglicher Zuwachs von Mitgliedern eines Nachbarvereins. Foto: Klos

Der Wildberger Gemeinderat beschließt einen Bebauungsplan für das Segelfluggelände. Und erwähnt dabei, dass sich ein anderer Verein eventuell mit der Flugsportvereinigung Wächtersberg zusammenschließt. Wir haben nachgefragt, was dahinter steckt.

Kommen neue Segelflieger zur Flugsportvereinigung Wächtersberg (FSV)? In einer Gemeinderatssitzung kam das Thema auf. Das Gremium beschloss einen Bebauungsplan, um das Gelände für zukünftige Projekte zu sichern. Gehört dazu aber auch ein Zuwachs der Mitglieder, da ein Nachbarverein sein Gelände mittelfristig verliert? Das wurde im Gemeinderat zumindest erwähnt. Wir haben nachgehakt was dahinter steckt. Vorab eine kleine Entwarnung: Erhöhter Fluglärm ist nicht zu erwarten.

 

Verein muss Forschungszentrum weichen

Seit Langem ist bekannt, dass in der Region ein Fluggelände geschlossen wird – der Zeitpunkt steht allerdings noch aus. Die Rede ist vom Segelsportclub Malmsheim. Er soll von dem Gelände weichen, sobald das dortige Forschungszentrum von Bosch erweitert wird. „Das kann eventuell von heute auf morgen feststehen“, erläutert Armin Klos, Pressewart der FSV auf Anfrage unserer Redaktion. „Aber vielleicht auch erst in fünf Jahren.“

Dennoch war der Malmsheimer Verein schon zu Besuch auf dem Segelfluggelände Wächtersberg. Dabei ging es vor allem darum, sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, erläutert Klos. Denn die Option, dass die Malmsheimer Vereinsmitglieder auf den Wächtersberg kommen, besteht, betont Swen Holtmann, Vorsitzender der FSV. Doch richtige Gespräche, Abmachungen oder ähnliches gebe es noch nicht. „Wir sind uns auch noch nicht sicher, ob das überhaupt passieren wird.“

Frühere Größe könnte erreicht werden

Doch Holtmann ist der Idee nicht abgeneigt – ganz im Gegenteil. „Wir waren mal 100 oder 120 Mitglieder, aktuell sind es rund 70“, erläutert er. Der Arbeitsaufwand eines Mitglieds sei sehr hoch. Wenn nun Mitglieder dazustoßen würden, wäre der Vorsitzende „äußerst glücklich“. Ein solcher Zuwachs würde allen helfen – dem Verein, dem Gelände und auch jedem Mitglied. „Ich hege Hoffnung“, gibt Holtmann zu.

Und das erklärt auch, warum sich die Bürger keine Sorgen über erhöhten Fluglärm machen müssten. Denn es würde nur die frühere Größe des Vereins erreicht, erklärt Pressewart Klos. Und auch damals gab es demnach kaum Lärmbeschwerden. Der Verein achte grundsätzlich darauf, An- und Abflüge über unbewohntem Gebiet zu organisieren, betont Klos. Außerdem habe der Malmsheimer Verein mehr Segelflieger als Motorflieger, ergänzt Holtmann. „Ich glaube nicht, dass wir eine erhöhte Belastung dadurch herbeiführen.“ „Und es ist immer noch unklar, ob und wie viele Flieger tatsächlich zu uns kommen“, unterstreicht Klos.

Allerdings sei es gut, dass nun ein Bebauungsplan für das Segelfluggelände beschlossen sei. „Wir haben viele Ideen“, erklärt Holtmann. Aber noch keine genauen Pläne oder Vorhaben. „Ich liebe die Natur da oben, die soll auch erhalten bleiben.“ Aber eine neue Halle beziehungsweise Erweiterung, falls sich die Malmsheimer Mitglieder entscheiden auf den Wächtersberg zu kommen, sei sehr wahrscheinlich.