Einige Horber Vereine wissen aktuell nicht, wo sie in der kommenden Wintersaison spielen können. (Symbolbild) Foto: idee23 - stock.adobe.com

Der Bezirksvorsitzende findet: Die Horber Tennisvereine könnten künftig zusammen eine gemeinnützige Tennishalle realisieren.

Nach der angekündigten Umwandlung der privaten Horber Tennishalle in eine Padel-Anlage meldet sich nun Stefan Linke, Vorsitzender des Bezirks Neckar/Schwarzwald im Württembergischer Tennis-Bund, zu Wort – und findet deutliche Worte.

 

Für die Horber Tennisfamilie sowie den Verband sei die Entwicklung „ein herber Schlag“. Nach dem sukzessiven Wegfall der Tennishallen in Freudenstadt und Baiersbronn sowie dem Brandschaden in der Tennishalle in Empfingen (wobei diese wieder genutzt werden kann) stünden die Vereine im Nordwesten des Bezirks „im wahrsten Sinne des Wortes im Regen“.

Verlieren Tennisvereine ihren Nachwuchs?

Tennis sei eigentlich eine Ganzjahressportart. Ohne Halle im Winter stelle sich jedoch die Frage, ob insbesondere Jugendliche bei einer Sportart bleiben, die sie nur von Mai bis September ausüben können. Auch im Sommer seien Hallen unverzichtbar – etwa bei Regen, wenn Trainingseinheiten und Verbandsspiele nach drinnen verlegt werden müssen.

Für die Horber Vereine sei das künftig nicht mehr möglich. Ein verlässlicher Sportbetrieb, ganz zu schweigen vom Leistungssport, werde dadurch deutlich herausfordernder. Ambitionierte Spielerinnen und Spieler könnten die Vereine verlassen.

Zudem werde die Winterhallenrunde des WTB, die seit Jahren wachse, noch schwieriger zu organisieren sein. Auf die teilnehmenden Vereine kämen längere Fahrtstrecken zu.

WTB-Mann Linke macht Vereinen Hoffnung

Trotz der kurzfristig „extrem unangenehmen Situation“ sieht Linke auch eine Perspektive nach vorn. Wörtlich sagt er: „Ich kann der kurzfristig extrem unangenehmen Situation aber auch etwas Positives abgewinnen: Die Vereine könnten aus dieser echten Notlage heraus und mit der Unterstützung der Kommune sowie des Württembergischer Landessportbund ein gemeinsames, neues Hallenprojekt realisieren.“

Und weiter: „Kaum ein Verein wäre aktuell in der Lage dies allein zu tun, aber die Horber Tennisfamilie ist groß und ich habe die handelnden Personen als klug und engagiert kennengelernt. Eine moderne, gemeinnützige Tennishalle der umliegenden Vereine müsste keinen hohen Gewinn abwerfen, sondern nur die Abschreibungen verdienen. Die anfallenden Arbeiten beim Bau und Betrieb einer Tennishalle könnte auf viele Schultern verteilt werden.“

Sein Fazit: eine aktuell schwierige Situation, die zugleich Initialzündung und Ausgangspunkt für ein modernes „Tenniszentrum Horb“ sein könnte.