Seit 20 Jahren gibt es jetzt den Dauchinger Landfrauenverein. Dies nahmen die Frauen zum Anlass für ein Fest im „Fohrenhof“ in Unterkirnach.
Die Dauchinger Landfrauen feierten in diesen Tagen in einem kleinen feierlichen Rahmen mit ihren Mitgliedern im „Fohrenhof“ in Unterkirnach ihr 20-jähriges Bestehen. Viele Landfrauen waren der Einladung gefolgt, und es wurde ein richtig frohes Fest, das man zusammen feierte.
In ihrer Ansprache ließ die Vorsitzende Claudia Schleicher die vergangenen 20 Jahre Revue passieren. In diesem Rückblick wurde klar, dass die Landfrauen eine lebendige und starke Gemeinschaft sind. Sie bieten Frauen jeden Alters kulturelle, gesellige und kreative Veranstaltungen.
Weiter engagieren sie sich für soziale Zwecke und bieten für ihrer Mitglieder praktische Weiterbildungen an. Eine Stärke der Dauchinger Landfrauen ist das Backen, der Verkauf von Kaffee und Kuchen bei eigenen Veranstaltungen und auch die Bewirtung bei anderen Vereinen.
Video-Rückblick
In einer Video-Show blickte Gudrun Sander bildlich auf die vergangenen 20 Vereinsjahre zurück. Hier wurde deutlich, wie vielfach die Landfrauen in der Gemeinde und darüber hinaus aktiv sind; so unter anderem bei der jeweils jahreszeitlich passenden Dekoration des Treppenhauses im Dauchinger Rathaus, bei der Pflege des Kreisels an der Schwenninger Straße oder durch die Teilnahme am Dauchinger Kinderferienprogramm, wo die Landfrauen seit ihrer Gründung dabei sind.
Auch in der fünften Jahreszeit sind die Frauen aktiv und begeistern mit ihrem bunten Programm bei ihrer Frauenfasnet im „Schwarzwälder Hof“.
Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Die Bilder riefen Ausflüge und Wanderungen sowie Grillabende sowie unterhaltsame und lustige Begegnungen in Erinnerung.
Die Gründung 2004
Marliese Schleicher – sie war von Beginn an zwölf Jahre lang Vorsitzende – erinnerte daran, wo die Gründung der Landfrauen ihren Ursprung hatte. Der Ursprung liegt beim Dauchinger Nachtumzug im Jahr 2004. Dort war der Gedanke zur Gründung einer Landfrauen-Gruppe bei Marliese Schleicher und noch weiteren Frauen aufgekommen. Einige Dauchinger Frauen waren schon bei den Villinger Landfrauen aktiv. Und siehe da: schon bei der ersten Zusammenkunft zur Gründung kamen mehr als 40 Dauchinger Frauen. So war der Verein der Dauchinger Landfrauen am 30. März 2004 mit 44 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben worden.
„Chörle“ singt
Zur jetzigen Geburtstagsfeier hatte man sich einige Gedanken gemacht. Da war das „Chörle“, das nach der Melodie von „Wir sind die Tramps von der Pfalz“ den Landfrauen-Song darbot. Gesanglich kam zum Ausdruck, dass sich die Frauen so richtig auf das „Fescht“ gefreut haben. („Des richtig Häs hon sie dafür scho im Schrank, und e´Däschle für d´Reschtle hän sie i´de Hand“)
Zum Fest gab es auch den kirchlichen Segen. Da schlüpften einige Frauen in kirchliche Gewänder, und mit Sternenkranz bekränzt, brachten sie in ehrwürdige Weise Fürbitten für ihre Frauen und den gesamten Verein dar. Sie beteten unter anderem darum, „dass sie bei dieser Feier nicht vor leeren Gläser sitzen“ mit der Bitte „Bewahre uns davor!“ oder dass sie vor dem Salatbüffet nicht drängeln. Auch dass sie noch lange miteinander in guter Gesundheit Feste feiern können, wünschten sie sich.
Biene als Maskottchen
Weil die Landfrauen die Biene zu ihrem Maskottchen auserkoren haben, schwirrte eine Biene auf zwei Füßen in den Saal und wusste so einiges von den Dauchinger Landfrauen und ihrem Familienleben zu berichten; Bienen haben ja einen großen Flugradius, und so landete sie auf manchem Zwetschgenkuchen oder musste vor Staubwolken aus einem Fenster Reißaus nehmen. Hier vollbrachte Gudrun Sander wahrlich eine Meisterleistung, wie sie di Biene verkörperte. Dafür erntete sie reichlich Applaus.
Applaus gab es auch für Corina Bühler. Sie behauptete in ihrem Sketch, dass „Lästern die Gesundheit fördert“. Zum Schluss meinte sie dann, dass man am besten mit dem eigenen Mann lästern kann, denn der höre ja ohnehin nicht zu.Zur Feier wurden die Landfrauen vom „Fohrenhof“-Personal verwöhnt.
Und so freuen sich die Landfrauen nun auf die nächsten Jahre, in denen sie ihren Landfrauenverein weiter lebendig gestalten und auch die Geselligkeit pflegen können.